Telekom Börsengang wird überprüft

Der 106 Milliarden Mark teure Kauf des Mobilfunk-Unternehmens VoiceStream bereitet dem Telefon-Riesen Probleme: Der Börsengang von T-Mobile und die UMTS-Versteigerungen sind in Frage gestellt worden.

Bonn - Ein Telekom-Sprecher schloss nicht aus, das der für Oktober geplante Börsengang von T-Mobile unter Umständen verschoben werden müsse. "Wir lassen die rechtlichen Auswirkungen prüfen, was in den Börsenprospekt rein muss und wie groß der Zeitaufwand ist, das zu erstellen", sagte er.

Der Börsengang sei aber nach wie vor für den Herbst geplant, betonte der Sprecher. Es sei noch zu früh, über eine Verschiebung zu spekulieren. Die BILD-Zeitung hatte berichtet, der Börsengang werde sich möglicherweise um Monate verzögern.

Probleme bei der UMTS-Versteigerung

Probleme könnte es aber auch bei der in der kommenden Woche beginnenden UMTS-Versteigerung geben, wie die "Telebörse" spekulierte. Denn durch die Transaktion werde der Mobilfunkanbieter Hutchison mit einem Anteil von 4,9 Prozent der zweitgrößte Aktionär der Telekom.

Bei der Versteigerung in der nächsten Woche will Hutchison aber gemeinsam mit E-Plus gegen die Deutsche Telekom eine UMTS-Lizenz ersteigern. Dies könnte möglicherweise gegen die Regeln der Auktion verstoßen.

Der Sprecher der Regulierungsbehörde für Telekommunikation, Harald Dörr, bestätigte Gespräche über dieses Thema mit der Telekom. Die Behörde werde genau die gleichen Maßstäbe anlegen, wie in zwei Fällen in der Vergangenheit.

Die Deutsche Telekom betonte, sie habe die Regulierungsbehörde ausführlich informiert und aufgezeigt, dass es sich nicht um eine strategische Partnerschaft handele, sondern dass lediglich über Tochtergesellschaften Verbindungen zu Stande gekommen seien, deren Dauer ungewiss sei. Außerdem sei das Geschäft noch nicht endgültig besiegelt.