Air France/British Airways Briten haben "volles Vertrauen" in die Concorde

Während die französische Airline nach dem Concorde-Absturz bei Paris ein vorläufiges Startverbot für Flieger dieses Typs erlassen hat, heben die britischen Concordes wieder ab.

Paris - Bevor die sechs Concordes der Air France wieder abheben können, müssten die beiden Flugschreiber ausgewertet werden, sagte Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot am Mittwoch dem Radiosender Europe 1.

Die Analyse der Geräte dürfte zwei bis drei Tage dauern. Sollte die Untersuchung keine klaren Ergebnisse erbringen, müsste vor einer Wiederaufnahme der Flüge die Triebwerke einer Überprüfung unterzogen werden, sagte Gayssot weiter.

Am Dienstag war eine Concorde der Air France wenige Minuten nach dem Start unweit der Hauptstadt nahe einem Hotel abgestürzt und in Flammen aufgegangen. Bei dem Unglück starben 113 Menschen, darunter 96 deutsche Passagiere.

Durch den Fund des Flugschreibers und des Stimmenrekorders der abgestürzten Maschine erhoffen sich die Ermittler Aufschluss über die Ursache des Unglücks. Zur Flotte der Air France gehören sechs Concordes.

Britisch Airways hat "völliges Vertrauen" in das Flugzeug

Die britische Fluggesellschaft British Airways hat dagegen am Mittwoch den Linienbetrieb mit ihren Concorde-Flugzeugen wieder aufgenommen. Ein Sprecher des Unternehmens sagte in London, es gebe "keinen technischen, sicherheitsmäßigen oder anderen operationellen Grund", den Betrieb einzustellen. "Wir haben völliges Vertrauen in das Flugzeug", teilte BA mit. Bereits am Mittwochmorgen checkten in London-Heathrow die Passagiere für den ersten Flug des Tages nach New York ein.