Baan Bahn frei für Invensys

Invensys hat die nötige Aktienmehrheit für die Übernahme des angeschlagenen Unternehmens angeboten bekommen. Ob die Briten annehmen, ist noch unklar. In Amsterdam ist Baan unterdessen vom Handel ausgesetzt worden.

Amsterdam - Eine Gruppe von Aktionären des angeschlagenen niederländischen Software-Unternehmens Baan hat am Dienstag in letzter Minute Aktien für die geplante Übernahme durch den britischen Konzern Invensys zur Verfügung gestellt.

Dies teilte ein Sprecher der 22 Aktionäre mit, die nach eigenen Angaben 19,6 Prozent der Baan-Anteile hielten. Die von Invensys gestellte Frist zur Übernahme von Baan zum Preis von 2,85 Euro je Aktie war am Dienstag abgelaufen.

Die Aktionärsgruppe Baaninvestors wollte nach eigenen Angaben verhindern, dass Invensys 95 Prozent aller Aktien erhielte und damit Baan von der Börse in Amsterdam zurückgezogen werden könnte. Deshalb habe man nur 60 Prozent des eigenen Aktienbestandes zur Verfügung gestellt, sagte der Sprecher.

Verlängerung der Frist ist unwahrscheinlich

Damit könne Invensys das Unternehmen übernehmen, obwohl die Briten eine Zustimmung von 95 Prozent zur Voraussetzung für das Gelingen der Übernahme gemacht hatten, meinte er. Der Versuch der Gruppe eine weitere Verlängerungsfrist zu erreichen und über eine Alternative zur Übernahme durch Invensys zu verhandeln, war erfolglos geblieben.

Invensys hat sich noch nicht über Erfolg oder Misserfolg des Übernahmeversuchs geäußert. Ein Sprecher des Unternehmens hatte am Dienstag darauf verwiesen, dass die Auszählung der Aktien einige Zeit in Anspruch nehmen könne. Die Erklärungsfrist für Aktionäre war verlängert worden, weil nach Ablauf einer ersten Frist Mitte Juli die geforderte Zustimmung bei weitem nicht erreicht worden war.

Die Aktien der niederländischen Sopftwaregruppe Baan sind sind unterdessen vom Handel an der Amsterdamer Börse ausgesetzt worden.