Stellenabbau Bank of America gibt Gas beim Sparen

Die Bank of America hat es offenbar eilig mit dem eingeschlagenen Schrumpfkurs. Schon dieses Jahr will die US-Bank die Mitarbeiterzahl auf 260.000 senken, heißt es in einem Bericht. Das Ziel sollte ursprünglich erst in ein paar Jahren erreicht werden.  
Stellenabbau schreitet voran: Die Bank of America in New York

Stellenabbau schreitet voran: Die Bank of America in New York

Foto: Getty Images

New York - Die angeschlagene US-Großbank Bank of America  drückt beim Stellenabbau aufs Tempo. Die Zahl der Beschäftigten solle bereits bis Ende des Jahres unter die Marke von 260.000 sinken, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf interne Dokumente. Demnach soll auch die Zahl der Filialen noch deutlicher zurückgehen als bislang geplant. Zudem wolle der seit 2010 an der Spitze der Bank stehende Vorstandschef Brian Moynihan das Hypothekengeschäft noch stärker eindampfen.

Moynihan will der Bank ein neues Gesicht verpassen und hatte im September 2011 angekündigt, die Kosten drastisch zu senken. Damals kündigte er den Abbau von rund 30.000 Stellen auf etwa 258.000 an. Allerdings war dabei die Rede davon, dass dies einige Jahre in Anspruch nehmen würde.

Das erste Sparziel von fünf Milliarden Dollar pro Jahr wollte Moynihan von 2014 an erreicht haben. Im nächsten Schritt sollten die jährlichen Kosten dann um weitere drei Milliarden Dollar auf unter 20 Milliarden Dollar gedrückt werden.

Finanzvorstand Bruce Thompson hatte bereits in der vergangenen Woche bei einer Investorenveranstaltung gesagt, dass der Stellenabbau schneller vorangehe als geplant. Ob Moynihan die Zahl der Arbeitsplätze weiter reduzieren will, ging aus dem Bericht nicht hervor. In einzelnen Sparten wie zum Beispiel dem Problemkind Countrywide  sollen dem Bericht zufolge allerdings mehr Stellen gestrichen werden als bislang bekannt.

Die Bank of America gehörte zu den Banken, die in der Finanzkrise vom Staat gerettet werden mussten. Vor allem die hastige Übernahme des einst größten US-Immobilienfinanzierers Countrywide und der Investmentbank Merrill Lynch wirkt bis heute nach.

cr/dpa

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