Gamez.de "Steuerreform macht Gründern das Leben schwer"

Die Betreiber der Internet-Spieleplattform kritisieren das neue "Steuersenkungsgesetz": Die Neuregelung erschwere es, die Frühfinanzierung von Startups zu sichern, sagt Gamez.de-Chef Andreas Rührig.

Wiesbaden - "Business Angels" der Internet-Szene werden durch das neue Gesetz von Eigeninvestitionen abgeschreckt, kritisiert Rührig. Denn künftig werden Kapitalbeteiligungen an Firmen von mehr als einem Prozent besteuert. Er sei froh, bei der Unternehmensgründung noch mit dem alten Steuergesetz konfrontiert worden zu sein, so Rührig. "Alle, die jetzt eine gute Idee umsetzen möchten, haben es dank Eichel nun richtig schwer."

Weil durch die Steuerreform die Schwelle des Wertzuwachses bei Firmenbeteiligungen von zehn auf ein Prozent gesenkt werden soll, bleibe den angehenden Gründern der New Economy bleibt künftig vielen Firmen nur das Tricksen, prophezeit der Gamez.de-Chef: In die neue Firma wird lediglich das Minimum an Startkapital gesteckt. Die potenziellen Geldgeber treten später in das Unternehmen ein, und erst anschließend erfolgt die Kapitalerhöhung, die wiederum mehr Geld in die Firmenkasse bringt.