Analysten Empfehlungen vom Vormittag

Metzler Equity rät, EM.TV zu halten. MSDW nennt 95 Euro als Kurziel für Infineon. ABN Amro lobt die Zahlen von Klöckner. Update wird von Analysten als "vorerst tot" bezeichnet.

Frankfurt am Main - Metzler Equity Research hat EM.TV (568 480) auf "Halten" von "Verkaufen" hochgestuft. Die erwarteten Gewinne blieben unverändert, teilte das Researchhaus mit. Die Analysten erwarten 2000 einen Umsatz von 638,6 Millionen Euro und einen Gewinn pro Aktie von 0,83 Euro. Im kommenden Jahr soll sich der Umsatz auf 764,9 Millionen Euro und der Gewinn pro Aktie auf 0,93 Euro erhöhen.

Infineon: Kursziel 95 Euro / "Outperform" (MSDW)

Morgan Stanley Dean Witter (MSDW) hat Infineon (623 100) in einer erstmaligen Bewertung auf "Outperform" eingestuft. Das Kursziel für die kommenden zwölf Monate wurde auf 95 Euro (aktuell: 83 Euro) festgelegt. Es wird bei Infineon mit einem soliden Gewinn- und Umsatzwachstum gerechnet, heißt es zur Begründung.

Klöckner-Zahlen: Zahlen gefallen sehr gut / "Hold" (ABN Amro)

Die von Klöckner (678 000) vorgelegten Kennzahlen zum Geschäftsergebnis der ersten neun Monate gefallen ABN Amro sehr gut. Die vorgelegten Zahlen zeigten, dass sich das dritte Quartal besser als das erste Halbjahr entwickelt habe. Die von ABN Amro für das Gesamtjahr für Klöckner prognostizierten 105 Millionen Euro im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit dürften gut erreichbar sein. Eventuell sei die Schätzung sogar etwas konservativ.

Für die Entwicklung des Aktienkurses seien die Zahlen bei Klöckner aber derzeit einfach nicht so entscheidend. Wichtiger sei, wie es mit der von WCM angekündigten Übernahme für Klöckner weitergehe. Im Herbst soll den Klöckner-Aktionären ein Aktientausch-Angebot gemacht werden. Hier interessiere vor allem, ob die Offerte eine Bar-Komponente enthalte oder nicht. ABN Amro stuft die Aktien von Klöckner weiter mit "Hold" ein.

Update: Aktie ist "vorerst tot"

Deutlich enttäuscht zeigen sich Analysten von der gemeldeten Umsatzrevision von Update (934 523). Damit habe das Software-Unternehmen seine gesamte Glaubwürdigkeit verspielt", so ein. Das Unternehmen hätte zu dem Zeitpunkt, als die Prognosen kommuniziert wurden, bereits wissen müssen, dass diese nicht eingehalten werden können, sagte der Analyst weiter. Ein weiterer Analyst meint, angesichts des Vertrauensverlusts sei die Aktie "vorerst tot".