EON Milliarden-Verkauf von Veba Electronics fast perfekt

Kaum fusioniert, beginnt der Energie-Konzern mit dem Verkauf seiner Rand-Geschäfte. Presseberichten zufolge geht die Tochter Veba Electronics für 2,3 Milliarden Dollar an ein britisch-amerikanisches Bieter-Konsortium.

London/Hamburg - Der weltweit drittgrößte Großhändler für elektronische Bauteile solle zwischen den Konkurrenten Arrow, Avnet sowie der Londoner Investmentbank Schroders aufgeteilt werden, berichtet die "Financial Times" ohne Angaben von Quellen.

EON bestätigte unterdessen laufende Verhandlungen, dementierte aber, dass die die Gespräche bereits abgeschlossen seien. Bislang sei noch nichts unterschrieben, sagte ein EON-Sprecher. Bis zum Abschluss werde sein Unternehmen auch keine weiteren Kommentare zu diesem Thema abgeben.

Der Verkauf von Veba Electronics ist laut "Financial Times" der größte unter den Geschäften, die im Rahmen der Fusion von Veba und Viag geplant sind. Insgesamt sollen dem Konzern maximal 14 Milliarden Dollar aus dem Abstoßen von Beteiligungen und Geschäften zufließen, wird Konzernchef Ulrich Hartmann zitiert.

Der Preis beläuft sich dem Bericht zufolge auf etwa die Hälfte des Veba-Electronics-Umsatzes von 5,5 Milliarden Dollar. Er werde von Experten als angemessen betrachtet. Das EON-Management habe allerdings ursprünglich eine leicht höhere Summe von 2,5 Milliarden Dollar angepeilt.