Ericsson Consulting UMTS ist für Netzbetreiber "zwingend" erforderlich

Die Ericcson-Beratungstochter betrachtet den Einstieg in die UMTS-Technologie als Notwendigkeit für Netzbetreiber.

Düsseldorf - Das Angebot von breitbandigen Datendiensten mit hohen Übertragungsraten sei mit dem derzeit verfügbaren GSM-Netz nicht realisierbar, heißt es in einer Marktstudie von Ericcson Consulting. Durch die neue Technologie könnten dagegen neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Als Anwendungen mit dem höchsten Potenzial nennt die Studie Mobile-Commerce (84 Prozent der befragten Unternehmen) sowie Navigation und Telematik (82 Prozent). Wichtigster Vorteil sei für Unternehmen eine bessere Kunden-Beziehung. Für die Studie hatte Ericsson Consulting 41 Firmen us den Sektoren Finanz, Logistik, Handel und Medien befragt.

Die Preise für die Übertragung von Sprach- und Daten-Signalen würden in naher Zukunft unter starken Druck geraten. Deshalb müssten Netzbetreiber bei der Einführung von UMTS zusätzliche Dienstleistungen entwickeln, die über die reine Sprach- und Daten-Vermittlung hinaus gingen. Mobilfunk werde künftig zu einem wichtigen Distributions-Kanal für elektronische Inhalte aller Art. Ein besonders interssantes Segment sei das Werbegeschäft über Mobilfunk, da das internetfähige Mobil-Telefon eine individuelle Interaktion mit dem Kunden ermögliche. Die Untersuchung habe festgestellt, dass 70% der Kunden Werbung auf dem Handy akzeptieren würden.

Um die hohen Investitions-Kosten für UMTS schnell amortisieren zu können, müsse das UMTS-Netz rasch bereit gestellt werden. Ericsson Consulting gehe davon aus, dass vor allem Neueinsteiger auf dem Mobilfunk-Markt, die noch nicht über ein eigenes GSM-Netz verfügen, die Einführung der neuen Technologie beschleunigen werden.

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