UMTS E-Plus zieht sich formal aus Bieterkreis zurück

Der Mobilnetzbetreiber E-Plus steigt jetzt formal aus dem Poker um Lizenzen für die neue Handy-Generation aus: Er wird seine UMTS-Interessen künftig über ein Bieterkonsortium wahrnehmen.

Bonn - In dem Konsortium sind die E-plus-Mutterfirma KPN und die Hongkonger Gruppe Hutchison Whampoa vertreten, bestätigte die Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. Unter ihrer Regie werden die vier bis sechs Lizenzen ab Monatsende versteigert.

Der Rückzug wurde nach der Ankündigung einer europaübergreifenden Allianz aus KPN Mobile, Hutchison und dem japanischen Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo schon erwartet. Damit verbleiben nur noch sieben von ursprünglich zwölf Bietern in dem Rennen um eine der Lizenzen, die den Aufbau moderner internet- und multimediafähiger Mobilfunknetze erlauben.

Hutchison hatte bisher über das Unternehmen Auditorium Investments Germany SARL mitbieten wollen. An die Stelle dieses Unternehmens tritt nach Angaben der Firmen nun ein Bieterkonsortium namens E-plus-Hutchison.

KPN will seine Anteile an dem Konsortium im Falle eines erfolgreichen Gebots später an e-plus übertragen. Die UMTS-Netzstruktur wollen e-plus und Hutchison gemeinsam aufbauen, das Netz soll dann aber getrennt geschäftlich genutzt werden.

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