UBS Schweizer übernehmen US-Investmenthaus PaineWebber

Während andere noch über Hochzeit reden, schafft der weltgrößte Vermögensverwalter Fakten. Der Schweizer Bank-Konzern übernimmt den viertgrößten US-Broker PaineWebber und baut damit massiv sein Investment-Geschäft aus.

Zürich - Das Management von PaineWebber sowie die beiden Hauptaktionäre hätten dem Angebot bereits zugestimmt. Das erklärte die UBS AG - United Bank of Switzerland - am Mittwoch.

Der Schweizer Geld-Konzern bietet den Angaben zufolge 73,50 Dollar pro Aktie. Das entspreche einem Preis von 10,8 Milliarden Dollar. Die Übernahme soll bis November vollzogen sein.

Der Preis pro Aktie liegt nach Angaben der UBS um 47 Prozent über dem Schlusskurs vom Dienstag. Die Bank will zur Hälfte Bargeld, zur Hälfte in UBS-Aktien zahlen. PaineWebber soll in die Investmentbank UBS Warburg integriert werden, auf dem US-Markt aber weiter unter eigenem Namen auftreten.

PainWebber hat nach Angaben von UBS 2,7 Millionen betuchte Kunden in den USA. Warburg werde damit zu einem der wenigen Investmenthäuser weltweit mit hochkarätigen privaten, institutionellen und Geschäftskunden.

Nach der Übernahme dürfte bei UBS Warburg die Hälfte der zu verwaltenden Vermögen von US-Kunden stammen, 15 Prozent von Schweizern und der Rest von Kunden in aller Welt. UBS Warburg will mit PaineWebber auf dem Weltmarkt weiter wachsen.

Die beiden Großaktionäre von PaineWebber, General Electric und Yasuda Mutual Life, die zusammen rund 30 Prozent des Aktienkapitals halten, hätten das UBS-Angebot angenommen, erklärte das Schweizer Finanzinstitut. "Der richtige Zusammenschluss, mit dem richtigen Partner und zum richtigen Zeitpunkt», kommentierte der Vorstands-Chef von PaineWebber, Donald Marron.

PaineWebber ist mit einem verwalteten Vermögen von 452 Milliarden Dollar (1. Quartal 2000) der viertgrößte Vermögensverwalter in den USA. Das Investmenthaus wurde 1879 gegründet und beschäftigt mehr als 20.000 Mitarbeiter.

UBS verwaltet mit weltweit 49.000 Mitarbeitern Kundengelder in Höhe von 1077 Milliarden Dollar. Das ist die Größenordnung der Vermögensverwaltung von Allianz, Dresdner Bank und Commerzbank zusammen - die derzeit über einen Zusammenschluss der Sparte nachdenken. Selbst nach einer Fusion fände sich der mögliche deutsche Mega-Vermögensverwalter damit von den Schweizern auf den zweiten Platz verwiesen.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.