Commerzbank / Dresdner Holding mit fünf Töchtern - Vorstand mit vier zu vier besetzt

Die Geldhäuser haben sich offenbar auf wichtige Eckpunkte einer Fusion geeinigt. Geplant ist eine Management-Holding mit fünf rechtlich selbständigen Töchtern. Der Vorstand wird paritätisch besetzt.

Düsseldorf/Hamburg - Wichtige Eckpunkte der Fusion von Dresdner Bank, Commerzbank und Allianz stehen offenbar fest. Nach Informationen von manager magazin online ist eine Managementholding mit einem achtköpfigen, paritätisch besetzten Vorstand geplant.

Daneben wird es fünf rechtlich selbständige Tochtergesellschaften geben: Privatkundenbank, Firmenkundenbank, Asset Management, Investment Banking und Transaktionsbank.

Asset Management für die Allianz

Im Asset Management wollen Dresdner, Commerzbank und der Münchner Versicherungskonzern ihr Geschäft mit Vermögensverwaltung bündeln. Die Führung dieser Tochter soll Allianz-Vorstand Joachim Faber übernehmen.

Durch den Zusammenschluss würde die zweitgrößte Asset-Management-Gesellschaft der Welt mit einem Anlagevolumen von rund 1.000 Milliarden Euro entstehen. Die Allianz wäre an der Asset-Management-Tochter mit rund 60 Prozent beteiligt, die fusionierte Bank mit 40 Prozent.

Privatkunden für die Dresdner/Commerzbank

Spiegelbildlich sind die Pläne für die Privatkundenbank. Sie wird mit einem Marktanteil von knapp acht Prozent die Nummer eins in Deutschland sein. Die Mehrheit für die Privatkundenbank wird mit 60 Prozent das fusionierte Geldhaus halten. Die Allianz hält 40 Prozent. Für den Chefposten ist Norbert Käsbeck vorgesehen.

Der paritätisch besetzte Vorstand

Den Vorstandsvorsitz bei der fusionierten Bank soll Bernd Fahrholz, derzeit Sprecher der Dresdner Bank, übernehmen. Für Personal arbeitet Horst Müller von der Dresdner im Vorstand. Finanzen/Controlling wird von Bernd W. Voss, ebenfalls Dresdner Bank, übernommen. Auch das Investmentbanking bleibt in der Verantwortung der Dresdner Bank, hier ist Leonhard Fischer im Vorstand vorgesehen.

Von der Commerzbank ist Klaus-Peter Müller als stellvertretender Vorsitzender der Holding vorgesehen. Müller übernimmt auch die Verantwortung für die Firmenkunden. Klaus Patig kümmert sich im Vorstand um das Risikomanagement. Michael Paravicini verantwortet die Transaktionsbank. Norbert Käsbeck ist für die Privatkundenbank zuständig.

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