August Oetker KG Schiffe verkauften sich besser als Backhörnchen

Während die Oetker-Gruppe mit Schiffen zu Discount-Preisen gutes Geld verdient hat, war sie im Geschäft mit Eiskrem und tiefgekühlten Backwaren weniger erfolgreich.

Düsseldorf - Die Oetker-Reedereigruppe hat im vergangenen Jahr um 17 Prozent zugelegt, sagte der persönlich haftende Gesellschafter August Oetker auf der Bilanzpressekonferenz. Vor allem die Anschaffungen der Linie Hamburg Süd hätten das Unternehmen nach vorn gebracht. Die Hamburger hätten zur Erneuerung ihrer Flotte sechs Schiffe im Wert von 240 Millionen Dollar in Auftrag gegeben, da die Preise besonders günstig gewesen seien.

Im Nahrungsmittel-Bereich habe die Unternehmensgruppe trotz des starken Drucks durch das inländische Lebensmittelgeschäft ein Umsatzplus auf 2,270 (2,195) Milliarden Mark verzeichnet, sagte Oetker. In Deutschland sei das Pizzasortiment neben den Dessert- und Müsliprodukten erfolgreich gewesen.

Eiskrem und tiefgekühlte Backwaren hätten sich dagegen unbefriedigend entwickelt, hieß es. Der Eiskrem-Bereich war Anfang 2000 verkauft worden, da das Unternehmen keine Chance gesehen hatte, die Marktposition zu verändern.

1999 kletterte der Umsatz im Oetker-Konsolidierungskreis um 7,2 Prozent auf 5,610 Milliarden Mark. Einschließlich der nicht konsolidierten Bereiche Bier und Sekt wuchs der Konzernumsatz um 3,5 Prozent auf 8,521 Milliarden Mark.

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