Commerzbank Aufsichtsräte verdammen Fusionspläne

Die angestrebte Fusion mit der Dresdner Bank stößt im Aufsichtsrat der Commerzbank auf erheblichen Widerstand. Die Arbeitnehmer-Vertreter erteilten den Plänen eine Absage.

Frankfurt am Main - "Die jetzigen Fusionsüberlegungen laufen auf eine Zerschlagung von Dresdner und Commerzbank hinaus und vernichten ohne Not tausende von Arbeitsplätzen". Dies erklärten gemeinsam die beiden Commerzbank-Aufsichtsräte und Gewerkschafts-Vertreter Uwe Foullong (HBV) und Gerald Herrmann (DAG).

Die vom Vorstand über Jahre verfolgte Strategie, die Eigenständigkeit zu wahren und geschäftliche Wachstumsperspektiven über europäische Partnerschaften zu sichern, sei auch künftig der bessere Weg, hieß es in der Stellungnahme weiter.

Zuvor hatte Commerzbank-Chef Martin Kohlhaussen dem Aufsichtsrat über den Stand der Verhandlungen berichtet. "Konkrete Beschlüsse hierzu standen nicht an und wurden nicht gefasst", teilte die Bank anschließend mit.

Zugleich berichtete das Kreditinstitut von einem erfolgreichen Geschäftsverlauf in den ersten fünf Monaten dieses Jahres, wobei das Ergebnis vor Steuern im Jahresvergleich um 36 Prozent auf 896 Millionen Euro verbessert werden konnte.

Insgesamt seien die Erträge per Ende Mai um 26 Prozent auf 2,94 Milliarden Mark gesteigert worden, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Verwaltungsaufwendungen seien um 21 Prozent auf zwei Milliarden Euro angewachsen.