Novartis Vasella macht Tempo

Firmen-Chef Daniel Vasella will den Pharma-Riesen flexibler machen. Er untergliedert das Geschäft in drei Einheiten, die sich um Allgemeinmedizin, moderne "Spezial-Produkte" und sogar um ältere Pillen und Salben kümmern.

Basel - Die Geschäftseinheiten werden ab September selbständig arbeiten, verkündete Konzern-Chef Daniel Vasella.

Der Bereich "Allgemeinmedizin" soll demnach neue Marken entwickeln, die das Zeug zum Kassenschlager haben.

Der Geschäftsbereich "Spezialistenprodukte" kümmert sich um Transplantation, Augenheilmittel und Onkologie - das weltweite Onkologiegeschäft soll künftig von den USA aus geleitet werden.

Die Einheit "Auslaufprodukte" ("Mature Products") soll schließlich dafür sorgen, dass der Marktwert alter Produkte gesteigert wird.

Er könne sich gut vorstellen, dass das Unternehmen über Akquisitionen wächst, sagte Vasella. Er erwarte von den Leitern der Unternehmenseinheiten, dass sie "kreative Ideen" entwickeln. Diese Ideen könnten ebenso den Kauf neuer Produkte betreffen wie die Akquisisition kleiner Firmen.

Der Novartis-Chef hat einen "BioVenture Fund" aufgelegt, der mit 50 Millionen Dollar ausgestattet ist. Der von Jerry Karabelas geleitete Fonds soll Vorreiterprojekte im Pharmabereich fördern. Der ehemalige Pepsi-Manager Thomas Ebeling wurde kürzlich zum weltweiten Pharmaleiter ernannt.