Handel Autos bei Tchibo?

Tchibo verkauft Kaffee und vieles mehr - warum nicht auch neue Autos? Nach dem Re-Import-Urteil gegen Volkswagen überlegen einige Handelsketten, Neuwagen aus EU-Ländern zu re-importieren und ins Schaufenster zu stellen.

Hamburg - Nach dem Wettbewerbs-Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen die Volkswagen AG, Wolfsburg, liebäugeln viele deutsche Einzelhändler mit dem Einstieg ins Automobilgeschäft. Für den Fall, dass die Vertragshändler ihr Monopol verlieren, kündigten Baumärkte, Kaufhäuser und Versandhändler in "Bild am Sonntag" den Verkauf von Neuwagen an.

Derartige Erwägungen stellen unter anderem die KarstadtQuelle AG, Essen, Marktkauf, Tchibo und Otto an.

"Wir würden schon heute Autos ins Sortiment aufnehmen", sagte Lothar Pollmann vom Einzelhandelskonzern Marktkauf, zu dem 228 Warenhäuser und Baumärkte in Deutschland gehören. Es scheitere derzeit nur daran, dass die Hersteller sein Unternehmen nicht belieferten.

Tchibo-Sprecherin Alexandra Grabner erklärte: "Wir trauen uns auch zu, Neuwagen zu verkaufen." Auch der Otto-Versand zeigte sich interessiert. "Wenn unsere Kunden davon profitieren, würden wir künftig auch Autos verkaufen", sagte Sprecherin Christina Ziegfeld. Bei KarstadtQuelle hieß es: "Wir sind für alle Produkte offen."