Mittwoch, 27. Mai 2020

Märkte in Not Die fünf Optionen des Mario Draghi

Notenbanken: Was die EZB tun kann
DPA

Die Märkte taumeln, und wieder blicken alle auf die Notenbanken. Anleger spekulieren, dass die EZB erneut Anleihen kauft oder die Zinsen am Mittwoch unter die Marke von 1 Prozent drückt. Doch EZB-Präsident Mario Draghi hat noch andere Optionen.

Frankfurt am Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) steht vor einer delikaten Entscheidung - wieder einmal in dieser nicht enden wollenden Krise: Wenn der EZB-Rat wegen des Feiertages schon am Mittwoch und nicht wie sonst üblich am Donnerstag im Frankfurter Euro-Tower über die Geld- und Krisenpolitik berät, könnte am Ende nach Ansicht einiger Beobachter sogar eine Zinssenkung um einen viertel Prozentpunkt herauskommen.

Es wäre eine Premiere: Noch nie lag nämlich der Leitzins der Notenbank seit Bestehen der Währungsunion unter einem Prozent.

Da sich die Lage in Griechenland und zuletzt in Spanien immer mehr zuspitzte, gibt es durchaus Argumente für einen solchen Schritt oder neue Krisenmaßnahmen der Währungshüter.

Die EZB hat verschiedene Möglichkeiten, um auf die Märkte Einfluss zu nehmen. Sie hat aber auch gute Gründe, ihr Pulver trocken zu halten, wie der folgende Überblick zeigt.

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