EADS "Aktie stark nachgefragt"

Rainer Hertrich, Co-Chef des neuen Luft- und Raumfahrt-Riesen, trommelt für den Börsengang: Eine deutliche Überzeichnung der Aktie zeichne sich ab. Private Anleger können sich nur noch heute Vorteile sichern.

Berlin - Das Interesse an dem Papier sei sowohl bei privaten Anlegern in Deutschland, Frankreich und Spanien als auch bei institutionellen Investoren sehr groß. Dies sagte Hertrich dem "Handelsblatt".

Es sei allerdings noch zu früh, um eine klare Aussage zu machen, ob die Aktie bereits überzeichnet sei, sagte Hertrich. In Frankfurter Bankenkreisen wurde dem Bericht zufolge aber bereits mit einer deutlichen Überzeichnung gerechnet. Die Nachfrage sei insgesamt sehr gut, hieß es.

Unklarheit herrschte noch darüber, in welche Börsenindizes die EADS-Aktie kommen wird. Beim DAX und beim Euro Stoxx sei die Situation noch nicht geklärt, sagte Hertrich. Das Papier soll am 10. Juli in Frankfurt am Main, Paris und Madrid im Börsenhandel starten.

An diesem Montag (3. Juli) endet die so genannte Frühzeichnungsphase, in der Privatanleger bei der Zuteilung der ersten 300 Papiere bevorzugt werden. Der Luft- und Raumfahrtkonzern geht aus der Fusion der DaimlerChrysler-Tochter Dasa, der französischen Aerospatiale Matra und der spanischen Casa hervor.

Durch den Zusammenschluss zur EADS erwarten die Fusionspartner im Airbus-Bereich Synergien von 250 Millionen Euro. "Zusätzlich werden wir durch die Airbus Integrated Company wohl weitere 100 Millionen Euro an Synergien erreichen", behauptet Hertrich. Zur Frage der staatlichen Förderung für den Super-Airbus A3XX sagte der EADS-Co-Chef, die Unterstützung könne nur wegfallen, wenn auch die Konkurrenten auf staatliche Hilfe verzichteten.