Fondsindustrie Großanleger stürmen Investmentfonds

Die Fondsbranche kann sich über massive Mittelzuflüsse freuen. Die Freude ist allerdings getrübt: In die Fonds zahlen beinahe ausschließlich institutionelle Anleger ein - private halten sich zurück.
Geldmetropole Frankfurt: Die Fondsbranche findet derzeit vor allem bei institutionellen Anlegern Zuspruch

Geldmetropole Frankfurt: Die Fondsbranche findet derzeit vor allem bei institutionellen Anlegern Zuspruch

Foto: DPA

Frankfurt am Main - Die deutsche Fondsbranche hat im Februar die höchsten Mittelzuflüsse seit Februar 2010 erzielt. Dabei dominierten erneut die institutionellen Anleger das Neugeschäft. 7,8 Milliarden Euro seien in Spezialfonds und 3,4 Milliarden Euro in Vermögen außerhalb von Investmentfonds geflossen, teilte der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) am Mittwoch in Frankfurt mit.

Publikumsfonds sammelten hingegen lediglich 0,7 Milliarden Euro ein. Gefragt waren dort vor allem Fonds mit Unternehmensanleihen. Diese sammelten 2,3 Milliarden Euro ein, während Emerging Markets-Rentenfonds 0,8 Milliarden Euro zuflossen. Aus Euro-Rentenfonds flossen hingegen 2,8 Milliarden Euro ab.

"Angesichts der Umschuldung Griechenlands und der niedrigen Zinsen europäischer Staatsanleihen schätzen viele Anleger Unternehmensanleihen attraktiver ein als Staatsanleihen", kommentiert Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI. Netto erhielten Rentenfonds Zuflüsse in Höhe von 1,2 Milliarden Euro.

cr/dpa-afx
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