Analysten Empfehlungen vom Vormittag

HSBC hält Dresdner Bank trotz Fusionsphantasie für teuer genug. WGZ bewertet die Übernahme von Schmalbach-Lubeca positiv. UBS Warburg sieht SAP auf 900 Euro steigen. SES erwartet kein Kursplus mehr für Broadvision.

Hamburg - HSBC hat am Montag - unbeeindruckt von den Fusionsverhandlungen mit der Commerzbank - die Aktien der Dresdner Bank auf "Add" von zuvor "Buy" zurückgestuft. Die Analysten begründen den Schritt damit, dass die Aktie nahezu das Kursziel erreicht hat.

Schmalbach-Lubeca: Übernahme-Angebot positiv (WGZ)

Als "positiv" bewertet Jörg Natrop, Analyst der WGZ-Bank, das Übernahmeangebot für Schmalbach-Lubeca (719 230) durch Allianz Capital Partners (ACP). Mit solch einem Angebot hatte der Markt gerechnet, erklärt Natrop weiter. Die Offerte liege allerdings spürbar über dem derzeitigen Kurs und sei somit für die Aktionäre positiv. Die ACP hatte ein Angebot von 7,50 Euro je Aktie von Schmalbach-Lubeca abgegeben. Die Einstufung des Wertes läßt der Analyst weiter auf "Marktperformer". Es gebe derzeit keinen nachhaltigen Grund, das Rating zu überdenken. Die Aktie legte am Morgen um knapp 30 Prozent auf die Höhe des Übernahme-Angebots zu.

SAP: Kursziel 900 Euro / "Strong Buy" (UBS Warburg)

Die Analysten von UBS Warburg stufen SAP (716 463) unverändert auf "Strong Buy" mit Kursziel 900 Euro ein (aktuell 623 Euro). Angesichts der Ergebnisprognosen für das kommende Jahr ist der DAX-Titel deutlich unterbewertet. Nach Einschätzung der Experten sorgen die Nestlé- und Commerce One-Verträge für einen deutlichen Imagegewinn. Diese Erfolgsmeldungen hätten sowohl die Finanzgemeinschaft als auch die IT-Unternehmen erkannt. Der Softwareentwickler habe noch mehrere Meldungen in dieser Größenordnung parat. Diese würden im Rahmen der PR-Strategie nach und nach in den Medien platziert.

Broadvision: Hohe Bewertung gerechtfertigt (SES)

Die hohe Bewertung von Broadvision (901 599) ist nach Ansicht der Analysten von SES Research gerechtfertigt. Die Tatsache, dass das Unternehmen seit 1998 profitabel arbeitet und die hohe Wachstumsdynamik sprächen für die Aktie. Zu Belastungen könne es jedoch durch die Akquisition von Interleaf sowie technologische Schwächen kommen. Daher wird der Titel nur als "Marketperformer" eingestuft.