Nasdaq-Japan Kleine Anfänge - Große Ziele

Mit verhaltenem Optimismus ist die neue High-Tech-Börse gestartet - das Pendant zu Neuem Markt und US-Nasdaq. Im Angebot sind zunächst die Aktien von acht Start-ups. Jeden Monat sollen etwa zehn weitere folgen.

Tokio/Osaka - Die Nasdaq-Japan mit Sitz in Osaka lockt junge Unternehmen mit einfach zu erfüllenden Bedingungen für die Registrierung. Drei der vier erstmals notierten Firmen starteten mit Kursgewinnen.

Shooting-Star war die Software-Firma Digital Design, deren Kurs am Ende der ersten Börsensitzung um 33 Prozent höher lag als der Eröffnungspreis. Videospiel-Spezialist Digicube musste hingegen Verluste von 1,8 Prozent hinnehmen.

"Es herrscht kein sehr gutes Investitionsklima", sagte Shoji Hirakawa von der Investmentfirma Kokusai Securities. Derzeit werde mehr als früher auf die Risiken von Technologiewerten geachtet.

Nasdaq-Japan tritt als Konkurrenz zum neuen "Mothers"- Markt der mächtigen Tokioter Aktienbörse an und ist neben dem OTC-Markt bereits die dritte Börse für junge Wachstumsfirmen in Japan.

Maßgeblichen Einfluss auf die Nasdaq-Japan hat der Softbank-Konzern. Das Unternehmen von Masayoshi Son hält nicht nur 50 Prozent der Börsengesellschaft Nasdaq-Japan Planning, sondern ist auch an mehr als 200 Dot.com-Firmen beteiligt.

Kritiker wenden ein, dass die neue Börse ein neutraler Handelsplatz sein sollte und nicht von einem einzigen Konzern dominiert werden dürfe.