Börse heute Dax im Plus - aber Telekom und Infineon gaben ab

Der Deutsche Aktienindex ist am Montag freundlich in die Woche gestartet. Beflügelt von Kursgewinnen an den US-Börsen legte das deutsche Kursbarometer um 0,95 Prozent auf 7198,80 Zähler zu. Der Nemax-50 begrenzte im späten Handel seine Verluste und schloss 0,90 Prozent leichter bei 6398,23 Zählern.

Frankfurt am Main - Abgesehen von Telekom-Aktien habe es lediglich geringe Umsätze im Dax gegeben, sagte ein Händler. Der Markt sei vor allem mit der Neugewichtung der einzelnen Werte beschäftigt gewesen. Bei den erstmals notierten Werten Infineon und e.on habe der Verlauf seinen Erwartungen entsprochen.

Die deutlichsten Verluste verzeichneten die Aktien der Deutschen Telekom. Händler sagten, viele Anleger hätten ihre Aktien der so genannten dritten Tranche bereits am ersten Tag wieder verkauft und den Kurs damit um 3,32 Prozent auf 65,80 Euro gedrückt. T-Aktien lagen somit unter ihrem Ausgabekurs von 66,50.

Als zweitstärkster Verlierer schlossen Dresdner Bank mit einem Abschlag von 3,18 Prozent auf 44,70 Euro. Aktien der Commerzbank legten dagegen um 2,74 Prozent auf 40,75 Euro zu, nachdem beide Banken am Morgen Gespräche über eine Zusammenarbeit bestätigt hatten. Bei der Dresdner Bank fragten sich die Anleger, ob eine Fusion Sinn mache; bei der Commerzbank bewerteten sie die Aktivitäten des Vorstands hingegen positiv, hieß es auf dem Parkett.

Die Aktien der aus VEBA und VIAG fusionierten e.on AG kletterten bis auf 57,40 Euro, nachdem die Aktie am Morgen mit 55,95 Euro in den Handel gegangen war. Neu in den Dax aufgenommen wurde die Siemens-Tochter Infineon. Der Hersteller von Computerprozessoren fiel um 0,36 Prozent auf 83,30 Euro.

Nach den Verlusten am Freitag waren Chemietitel besonders gefragt. BASF legten um 5,84 Prozent auf 41,70 Euro zu, und Schering-Aktien schlossen mit einem Plus von 5,36 Prozent auf 58 Euro. Bei den Pharmawerten legten Degussa Hüls um 4,92 Prozent auf 32 Euro zu, Bayer verteuerten sich um 1,06 Prozent auf 39,89 Euro. Als Tagesgewinner stiegen Linde um 5,85 Prozent auf 43,40 Euro.

Der Rentenmarkt stand unter Druck. Die Umlaufrendite sank um 0,39 Prozent auf 5,12 (5,14) Prozent. Der Rex gab um 0,16 Prozent oder 0,18 Punkte auf 110,67 Zähler ab. Der Euro-Bund-Future konnte sich mit einem Minus von 0,05 Prozent oder 0,05 Zähler auf 106,13 Punkte knapp behaupten.

Während die Börse in London auf ihrem Tagestief schloss, zeigten sich französische Werte freundlich. Die europäischen Standardwerte im EuroStoxx 50 gaben um 0,18 Prozent auf 5271,82 Zähler nach.

New York: Technologieaktien gesucht

Nach einem uneinheitlichen Verlauf haben die New Yorker Börsenkurse am Montag bei moderaten Umsätzen im Durchschnitt deutlich fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index stieg um gut ein Prozent auf knapp 10.560 Punkte, der breiter gefasste Standard & Poor's-500-Index legte 21,54 Punkte (1,47 Prozent) auf 1486 Punkte zu. An der New York Stock Exchange wurden 883 Millionen Aktien umgesetzt.

Technologieaktien besonders im Chip-Segment legten deutlich zu. Der Nasdaq-Index kletterte 129,29 Punkte oder 3,35 Prozent auf 3989,85 Punkte. Tagesgewinner waren Intel, die 8,3 Prozent zulegten. Zu den größten Verlierern gehörten Honeywell mit minus 17,8 Prozent nach einer Gewinnwarnung. Das Nasdaq-Volumen betrug 1,4 Milliarden Stück.

Devisen: Euro rutscht unter 96 US-Cent

Der Kurs des Euro zum Dollar ist am Montag auf dem Devisenmarkt gefallen. Ein Euro kostete um 21 Uhr MESZ 0,95900 Dollar nach 0,96520 am Freitag. Daraus ergibt sich für den Dollar in Kurs von 2,0394 Mark (2,0269).