Deutsche Telekom T-Aktie eröffnet knapp unter Ausgabekurs

Die T-Aktie hat deutlich schwächer und knapp unter dem Ausgabepreis der dritten Tranche eröffnet. Nur private Anleger, die als Frühzeichner einen Bonus von drei Euro erhielten, konnten sich damit über den Börsenstart freuen.

Frankfurt am Main - Der Eröffnungskurs der T-Aktie in Frankfurt lag mit 66,50 Euro exakt auf dem Niveau, zu dem die 200 Millionen neuen Telekom-Titel aus dem Besitz des Bundes am Montag ausgegeben wurden. Das waren 1,56 Euro weniger als der Schlusskurs am Freitag.

Mit dem dritten Börsengang hat der Bonner Konzern die Zahl seiner Privatanleger verdoppelt. Rund drei Millionen Kleinaktionäre sind inzwischen am dem Telefon-Riesen beteiligt. Dies teilte Firmen-Chef Ron Sommer am Montag mit.

200 Millionen Aktien plus 30 Millionen Stück aus einer Mehrzuteilungsoption hatte die Telekom weltweit privaten und institutionellen Investoren angeboten. Den Erlös der Emission bei einem Ausgabepreis von 66,50 Euro je Aktie - Frühzeichner zahlten drei Euro weniger - bezifferte Sommer auf rund 15 Milliarden Euro. Das Aktienangebot war 3,5-fach überzeichnet. Außerhalb der Landesgrenze sei die Nachfrage besonders in den USA und Italien groß gewesen, betonte Sommer.

Die Dividendenpapiere stammten allesamt aus Bundesbesitz. Das 21-prozentige Aktienpaket war bei der Frankfurter Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geparkt gewesen. Der Anteil des Staates an der Deutschen Telekom reduzierte sich damit auf 56,5 Prozent.

Die Einnahmen aus dem Börsengang fließen nicht direkt in vollem Umfange an die Staatskasse. Knapp 20 Euro je Aktie hatte die KfW bereits dem Bund für das gesamte Aktienpaket überwiesen. Nun erhält der Bund die Differenz von 46,50 Euro je Aktie, also insgesamt 9,3 Milliarden Euro (18,2 Milliarden Mark).