Dresdner / Commerzbank Geldhäuser bestätigen Gespräche über Zusammenarbeit

Nun ist es offiziell: Die beiden Geldhäuser reden über eine Zusammenarbeit und wollen sich dabei Zeit lassen. Die Gespräche über eine mögliche Fusion befänden sich noch in einem frühen Stadium, heißt es.

Frankfurt am Main - Das erklärten beide Banken in einer gleich lautenden Pressemitteilung. "Angesichts der Größe beider Häuser und der Tragweite des Themas wird sich erst nach sorgfältiger Prüfung zeigen, ob ein tragfähiges Konzept entwickelt werden kann."

Die Gewerkschaft Handel, Banken, Versicherungen (hbv)fürchtet, dass im Falle einer engen Zusammenarbeit der Banken Stellen gestrichen würden. Bei einer Vollfusion stünden rund 10.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel, sagte der für Banken zuständige Gewerkschaftssekretär der hbv- Bezirksverwaltung, Herbert Bayer, am Montag. Bei der Commerzbank arbeiten etwa 35.000 Mitarbeiter. Die Dresdner hatte kürzlich angekündigt, 5000 ihrer rund 50.000 Stellen zu streichen.

Schon seit längerem war spekuliert worden, ob nach der gescheiterten Fusion von Deutscher und Dresdner Bank nun die Nummer drei und vier der privaten deutschen Großbanken eine Fusion planen. Bereits am vergangenen Freitag hatten an der Börse Gerüchte über Geheimverhandlungen der Vorstands-Chefs Bernd Fahrholz (Dresdner) und Martin Kohlhaussen (Commerzbank) die Runde gemacht.