Mittwoch, 20. November 2019

Börse US-Daten bremsen Dax aus

Börse in Frankfurt: Der Dax schließt minimal im Minus

Überraschend schwache US-Konjunkturdaten haben am Dienstag einen weiteren Anstieg des Dax verhindert. Der Index schließt etwas schwächer und folgt den US-Börsen in die Verlustzone.

New York / Frankfurt am Main - Nachdem der deutsche Leitindex gestützt durch positive Daten aus Deutschland und erfolgreichen Anleiheplatzierungen der Krisenstaaten Italien und Spanien zeitweise bis auf 6788 Punkte geklettert war, drehte er am Nachmittag nach Veröffentlichung von US-Daten ins Minus. Zum Handelsende verbuchte der Dax Börsen-Chart zeigen einen Verlust von 0,2 Prozent auf 6728 Punkte.

Auch für den MDax Börsen-Chart zeigen ging es mit minus 0,35 Prozent auf 10253,56 Punkte bergab. Der TecDax Börsen-Chart zeigen verabschiedete sich mit minus 0,19 Prozent auf 773,85 Punkte aus dem Handel, nachdem er bei 782 Punkten den höchsten Stand seit Anfang August vergangenen Jahres markiert hatte.

US-Daten bremsen Index aus - Wirkung des ZEW-Index verpufft

In den USA stiegen die Einzelhandelsumsätze und die Lagerbestände der Unternehmen schwächer als erwartet. Dies überschattete am Markt die überraschend in die Pluszone gesprungenen ZEW-Konjunkturerwartungen. Der ZEW-Index sei nichts Anderes als ein Strohfeuer gewesen, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Er wirke ohnehin immer nur sehr kurz, denn es werde nur die Finanzindustrie befragt.

Infineon fällt ans Dax-Ende, ThyssenKrupp steckt tief in roten Zahlen

Aktien von Infineon Börsen-Chart zeigen sackten gegen Handelsende mit einem Minus von 4,34 Prozent ans Dax-Ende. Dem Technologiekonzern droht Ärger wegen der Pleite der früheren Speicherchip-Tochter Qimonda. Der Insolvenzverwalter verlangt von dem Münchner Halbleiterhersteller mindestens 1,71 Milliarden Euro zuzüglich Zinsen. Dies sei deutlich mehr als erwartet, kommentierten Händler einhellig.

Papiere von ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen verbilligten sich um 3,77 Prozent. Der Stahl- und Industriekonzern bleibt tief in den roten Zahlen und traut sich auch viereinhalb Monate nach Beginn des Geschäftsjahres keinen konkreten Ausblick zu.

Deutsche Börse gefragt - Sonderdividende soll Anleger beruhigen

Aktien der Deutschen Börse Börsen-Chart zeigen hielten indes nach den Zahlen vom Vorabend mit plus 2,37 Prozent die Dax-Spitze. Der Börsenbetreiber übertraf im Schlussquartal 2011 die Markterwartungen. Zudem ist neben einer Steigerung der regulären Dividende auch eine Sonderdividende sowie ein neues Aktienrückkaufprogramm in der zweiten Jahreshälfte geplant, um die Aktionäre nach der gescheiterten Fusion mit NYSE Euronext bei Laune zu halten.

Nebenwerte: Kurssprung von Carl Zeiss

Im TecDax Börsen-Chart zeigen glänzten die Titel von Carl Zeiss Meditec mit einem Kurssprung von 7,29 Prozent. Dem Medizintechnik-Anbieter gelang dank deutlicher Zuwachsraten in Asien und Europa ein guter Start ins neue Geschäftsjahr.

Der EuroStoxx beendete den Tag mit einem Abschlag von 0,13 Prozent auf 2488,29 Punkte. An den Leitbörsen in Paris und London wurden ebenfalls leichte Verluste verzeichnet und auch in den USA tendierten Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen zum europäischen Handelsschluss leicht im Minus.

Euro kaum verändert

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,61 (Montag: 1,63) Prozent. Der Rentenindex Rex sank leicht um 0,03 Prozent auf 130,70 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,17 Prozent auf 138,46 Punkte vor.

Den Referenzkurs für den Euro Börsen-Chart zeigen legte die Europäische Zentralbank (EZB) auf 1,3169 (1,3254) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7594 (0,7545) Euro.

la/dpa-afx/ap/reuters

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