DaimlerChrysler Anteilseigner klagen gegen Aktienoptions-Beschluss

Die Hauptversammlung hat ein juristisches Nachspiel. Die Schutzgemeinschaft für Kleinaktionäre (SdK) geht gerichtlich gegen den Beschluss über einen Aktienoptionsplan für Führungskräfte vor.

Stuttgart - Die SdK habe bereits am 19. Mai eine Anfechtungsklage gegen den Entscheid eingereicht, bestätigte ein Sprecher des Stuttgarter Landgerichts. Über den genauen Inhalt der Klage und die Begründung dafür konnte er aber keine Angaben machen.

Vertreter der Kleinaktionäre hatten auf der Hauptversammlung des deutsch-amerikanischen Automobilherstellers Mitte April in Berlin das Aktienoptionsprogramm stark kritisiert. Sie bemängelten, dass der Optionsplan als Bedingung für den Umtausch der Optionen in Aktien keinen Branchenindex als Messlatte verwendet.

Der mit großer Mehrheit angenommene Beschluss sieht Optionsrechte auf bis zu 96 Millionen Aktien des Autobauers mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren vor. Zum Bezugskreis der Berechtigten gehören 6500 Führungskräfte des Konzerns, wobei 15 Prozent der Papiere für den Vorstand reserviert sind. Nach den Regeln des Vergütungsplans kann der Inhaber seine Optionen je zur Hälfte nach frühestens zwei beziehungsweise drei Jahren in Aktien tauschen.

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