Telefónica Betrieb Firmenchef Villalonga Insidergeschäfte?

Der Vorwurf ist ebenso brisant wie peinlich. Ausgerechnet Telefónica-Chef Juan Villalonga soll sich angeblich im Zuge von Fusionsverhandlungen durch Insidergeschäfte an der Börse bereichert haben.

Madrid - Die spanische Zeitung "El Mundo" berichtet, der Verwaltungsratsvorsitzende des Telefon-Konzerns habe am 2. Januar 1998 zum Zeitpunkt der Fusionsverhandlungen zwischen Telefónica und MCI WorldCom 264.224 Optionen im Wert von 198 Millionen Peseten (umgerechnet 2,3 Millionen Mark) gekauft und diese bis zum 15. Januar gehalten. Sein Verdienst soll 21,3 Millionen Peseten (250.000 Mark) betragen haben.

Villalonga sei dazu vom Banco de Negocios Argentaria ein Kredit in Höhe von 200 Millionen Peseten zur Verfügung gestellt worden. Villalonga gab der Zeitung zufolge den Verkauf der Optionen zudem nicht wie vorgeschrieben der Börsenaufsicht bekannt. "El Mundo" zitierte Experten, die die Transaktion als klar irregulär und nicht gesetzeskonform beschrieben.

Telefónica lehnte am Freitag jeden Kommentar zu dem Bericht ab.

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