DaimlerChrysler Für Daewoo gemeinsames Angebot mit Hyundai

Ein weiterer Zukauf von Konzern-Chef Jürgen Schrempp in Asien ist fast perfekt. Die Verhandlungen über eine gemeinsame Übernahme von Daewoo Motor stünden kurz vor dem Abschluss, erklärte eine Hyundai-Sprecher.

Seoul/Düsseldorf - Bereits nächste Woche sei mit ersten Ergebnissen zu rechnen, sagte ein Hyundai-Sprecher am Dienstag. Hyundai hält einen Kaufpreis von umgerechnet drei Milliarden Dollar für wahrscheinlich, berichtet das "Handelsblatt".

DaimlerChrysler würde mit dem geplanten Bündnis den Einstieg in den asiatischen Markt für Nutzfahrzeuge erreichen. Weiteres Element der angestrebten Allianz könnten unter Einbeziehung von Mitsubishi Motors ein "Weltauto"-Kleinwagenprojekt sein.

Auch an der Börse rechnen Händler mit einem Gebot von DaimlerChrysler für Daewoo. Der Stuttgarter Konzern könnte schon am Mittwoch gemeinsam mit Hyundai für Daewoo bieten, so ein Händler.

Sollten DaimlerCrysler und Hyundai den Zuschlag für den angeschlagenen Daewoo-Konzern erhalten, würden die Stuttgarter 50,1 Prozent, Hyundai 19,9 Prozent und die Gläubigerbanken die restlichen 30 Prozent des Kapitals kaufen, berichtet das "Handelsblatt" weiter. Die Zeitung berief sich dabei auf einen Bericht in der koreanischen Tageszeitung "Chosun Ilbo". Die Auslandsproduktion solle unter den beiden Partnern geteilt werden.

Eine Allianz mit DaimlerChrysler dürfte Hyundai Motor erleichtern, sich von der Konzernmutter zu emanzipieren. Dazu werde der Automobilhersteller noch in dieser Woche einen Antrag bei der koreanischen Wettbewerbsbehörde stellen. Nach Berichten der koreanischen Wirtschaftspresse will sich DaimlerChrysler mit 10 Prozent an Hyundai Motor beteiligen. Der asiatische Autoproduzent wollte dazu keine Stellung nehmen.