E.ON Suez will weiter fusionieren

Der französische Versorger Suez Lyonnaise des Eaux verhandelt mit Veba-Viag weiterhin eine mögliche Fusion, um der weiteren Deregulierung des Strommarktes in Europa zu begegnen.

Paris/Düsseldorf - Suez überlege die Vor- und Nachteile einer Fusion mit Veba und Viag, erklärte Etienne Davignon, Chef der belgischen Suez-Tochter Societe Generale de Belgique, gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Unternehmen in Paris betonte jedoch, die Gespräche seien nicht exklusiv: "Jeder redet mit jedem", sagte eine Sprecherin.

Ziel einer Fusion wäre, bei fortschreitender Deregulierung des europäischen Strommarktes und zunehmenden Wettbewerb gemeinsam Marktanteile zu sichern. Ein Zusammenschluss zwischen E.ON - das Konstrukt aus Veba und Viag - sowie Suez hätte einen Börsenwert von rund 38 Milliarden Euro. Erste Gerüchte über eine Fusion gab es bereits Ende März.

Mit dem Zusammenschluss erhielte vor allem Europas Marktführer Electricite de France (EDF) einen mächtigen Konkurrenten. EDF kommt an der Börse auf einen Wert von rund 80 Milliarden Euro und besitzt mit einem 25-Prozent-Anteil am baden-württembergischen Versorger EnBW ein Standbein in Deutschland.

Mit Veba ist die Partnersuche der Franzosen noch nicht zu Ende. Auch mit dem spanische Marktführer Endesa laufen Fusionsverhandlung, berichtete die "Financial Times".

Eine Fusion mit E.ON brächte Suez nicht nur einen Zugang zu Europas grösstem Energiemarkt, sondern auch zum Starkstrom-Netz in Deutschland. Zuvor hatte Suez bereits den grössten Stromversorger der Niederlande, Epon, gekauft.

Veba und Viag wiederum könnten von der Marktstellung von Suez bei der Abfallversorgung profitieren und erhielten einen Marktzugang in Südamerika.