Inquire Start-up-Unternehmerin gibt Preis zurück

Jeanine Graf, Ende Mai von der Jury des Wettbewerbs "Entrepreneur des Jahres" zur Preisträgerin in der Kategorie Start-up gewählt, gibt die Auszeichnung zurück.

Hamburg - Jeanine Graf, geschäftsführende Gesellschafterin der Inquire AG, hat am 9. Juni 2000 den Veranstaltern des Wettbewerbs "Entrepreneur des Jahres" mitgeteilt, dass sie auf ihre Auszeichnung in der Kategorie Start-up verzichtet.

Jeanine Graf begründet diesen Schritt unter anderem damit, dass der Ruf der mit ihr in Verbindung stehenden Unternehmen nicht durch die Anschuldigungen gegen ihre Person geschädigt werden solle und sie den Druck von ihren Partnern fern halten will. Die Wettbewerbsveranstalter akzeptieren diese Entscheidung.

Frau Graf war Ende Mai 2000 von der Jury des Wettbewerbs "Entrepreneur des Jahres" zur Preisträgerin in der Kategorie Start-up gewählt worden. Zum Zeitpunkt der Entscheidung hatte die Jury keinen Grund gesehen, an der Richtigkeit der Auszeichnung von Jeanine Graf zu zweifeln.

Nach der Preisverleihung waren jedoch Gerüchte aufgekommen, dass Jeanine Graf in der Öffentlichkeit unrichtige Auskünfte zu ihrem Unternehmen und ihrer Person gegeben habe.

Die Unternehmerin war darum von den Veranstaltern aufgefordert worden, Nachweise für die Richtigkeit der Angaben, die Frau Graf im Zusammenhang mit ihrer Bewerbung um den Preis vorgelegt hat, zu erbringen. Frau Graf war diesen Aufforderungen in Teilen nachgekommen, hat sich dann aber entschieden, ihre Bewerbung zurückzuziehen.

In der Kategorie Start-up sind bei dem Wettbewerb "Entrepreneur des Jahres" nur Unternehmen zugelassen, die jünger als vier Jahre sind. Deshalb basiert die Beurteilung weniger auf der Unternehmenshistorie als auf Konzepten und Strategien für die zukünftige Unternehmensentwicklung.

Die Wettbewerbsveranstalter betonen, dass der Preis "Entrepreneur des Jahres" ein Ehrenpreis ist, der leis-tungsstarke Unternehmer für ihre erfolgreiche Arbeit und ihr überdurchschnittliches Engagement auszeichne und bei dem Veranstalter und Teilnehmer sich mit Vertrauen und Offenheit begegnet sollten.

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