Pixelnet Frühstarter

Der Entwickler von digitalen Bildbearbeitungs-Systemen geht als erste Firma Sachen-Anhalts am Neuen Markt in Frankfurt an die Börse. Pixelnet erhofft sich rasante Wachstumsmöglichkeiten.

Wolfen - Börsenstart des 25 Mann starken Unternehmens ist der 21. Juni. Laut Finanzvorstand Gerhard Köhler steht der Preis pro Pixelnet-Aktie noch nicht fest. Etwa 3,65 Millionen Aktien sollen platziert werden.

Die Preisspanne der Aktie wird voraussichtlich am 14. Juni festgelegt. In der Zeit vom 15. bis 19. Juni können Interessenten die Aktie dann bei den Banken zeichnen.

Das Unternehmen aus Wolfen, unweit gelegen vom malerischen Bitterfeld, produziert digitale Bildbearbeitungssysteme für Industrie und Handel. PixelNet gehört zu dem börsennotierten Computer-Konzern Lintec AG (Taucha bei Leipzig).

Das Unternehmen will in diesem Jahr einen Umsatz von 38 Millionen Mark erwirtschaften. Bis 2003 soll er rasant auf 255 Millionen Mark ansteigen.

Mit dem Erlös aus dem Börsengang soll die Strategie der internationalen Expansion von PixelNet vorangetrieben werden, sagte Köhler. Die Firma verspreche sich einen Marktanteil von zehn Prozent in Europa bei der digitalen Bildverarbeitung.

Internet erhöht die Nachfrage

Nach Angaben von Köhler rechnet PixelNet mit "enormen Wachstumschancen" durch die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der digitalen Fotografie und deren Verbreitung per Computer im Internet.

Marktprognosen gingen davon aus, dass sich die Zahl von 700 000 allein in Deutschland 1999 verkauften Digitalkameras bis zum Jahr 2003 um das Zehnfache auf sieben Millionen Stück erhöhen werde.

Zudem werden immer mehr Bilder über das Internet verbreitet. Mit Hilfe des in der Firma entwickelten Systems Pixel Network können digital aufgenommene Fotos vom heimischen PC aus direkt zum Wolfener Fotolabor der Firma geschickt werden.Dort können dann unter anderem Papierabzüge der Digitalfotos angefertigt werden.

Die PixelNet-Aktie wird an der Börse von der HypoVereinsbank(Leadmanager & Bookrunner), dem Bankhaus Lampe und HSBC Trinkaus & Burkhardt begleitet.

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