Kellogg Chef geht nach einem halben Jahr

An der Spitze der Bremer Zerealienfirma kommt es erneut zum Wechsel: Nach nur einem halben Jahr im Amt nimmt der Konzernchef Peter Duval seinen Hut. Ihm folgt der Skandinavier Flemming Sundo.

Bremen - Sundo arbeitet bereits seit 1992 bei dem amerikanischen Zerealien-Konzern. Er berichtet direkt an den Kellogg-Europa-Präsidenten Alan F. Harris.

Duval scheidet aus dem Konzern ganz aus, berichtet die "Lebensmittel-Zeitung". Der gebürtige Österreicher hatte erst im Januar Bernd Wilhelm abgelöst, der in den Aufsichtsrat wechselte.

Der Wechsel dürfte mit der schwierigen Situation zusammenhängen, in der sich das Unternehmen derzeit befindet. Durch den Eintritt von Nestlé und DeVauGe ist der Zerealienmarkt in Bewegung geraten. Der einst unangefochtene Marktführer Kellogg kommt zunehmend unter Druck.

Außerdem macht Kellogg die geänderte Politik von Discounter-Primus Aldi zu schaffen. Aldi hat vor einiger Zeit beschlossen, keine Herstellermarken mehr in seinen eigenen Regalen zu dulden - er will seine Artikel nur noch unter Aldi-Labels vertreiben, damit sich die Preise nicht mehr so leicht mit denen von anderen Discountern vergleichen lassen.

Kellogg hatte sich lange geweigert, Corn Flakes zu verkaufen, die nicht mit seinem Markennamen "Kellogg's" veredelt sind.

Nachdem Aldi die Produkte der Bremer ausgelistet hat, änderte das Unternehmen jedoch seinen Kurs - und produziert neuerdings doch Handelsmarken. Mit denen lässt sich aber nur relativ wenig Geld verdienen - die Umsätze dürften zunehmend unter Druck geraten.

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