Analysten Empfehlungen vom Vormittag

Die DG Bank sieht SinnerSchrader auf 50 Euro steigen und rät zum Einstieg. Platow sieht sich von Abit getäuscht und nimmt die Kaufempfehlung zurück. Vorsichtig ist Platow auch bei QSC. Julius Bär hält Pixelpark für teuer genug.

Hamburg - Ein deutliches Kurspotenzial sieht die DG Bank bei SinnerSchrader (514 190). Der Titel könne durchaus wieder in Regionen von 50 Euro vordringen (aktuell 34 Euro), so Rainer Raschdorf, zuständiger Analyst bei der DG Bank, der den Wert zum Kauf empfiehlt. Die Aktie sei im Zuge der Korrrektur am Neuen Markt, ähnlich wie andere Titel aus der Branche, kräftig unter Druck gekommen, ohne dass sich die Aussichten verschlechtert hätten. Auf dem gegenwärtigen Niveau biete sich eine interessante Einstiegsgelegenheit, da das Unternehmen auch künftig kräftig wachsen dürfte.

Abit: Vertrauen verspielt / "Verkaufen" (Platow)

Die Analysten des Platow Börsenbriefes haben ihre bisherige Kaufempfehlung für die Titel des Meerbuscher Inkassounternehmens Abit (512 250) zurückgenommen. Das Unternehmen habe das Vertrauen der Anleger verspielt, begründeten die Analysten am Freitag ihre Entscheidung. Nach der gestrigen Meldung, das Kerngeschäft mit der Internetlösung e.Inkasso sei in den vergangenen Wochen hinter den Erwartungen zurückgeblieben, wollte Vorstand Volker Neuwirth nicht näher auf die für die kommende Woche anstehenden Quartalszahlen eingehen.

Die Analysten erwarten nach dem gestrigen Kursrutsch, der sich am heutigen Freitag fortsetzt, eine Umstellung im Vorstand. Zudem sei eine "Bewertung als Internetaktie" nicht länger gerechtfertigt, wenn sich der bereich e.inkasso nicht so nachhaltig wie geplant im Produktmix niederschlage. Die Aktie verliert heute über 20 Prozent auf rund 55 Euro.

QSC: Weiter "halten" (Platow)

Der Platow Börsenbrief hat den Anbieter von Internet-Technik QSC (513 700) weiterhin auf "halten" gestuft. Das seit April am Neuen Markt notierte Unternehmen plane, bereits Ende diesen Jahres einen kombinierten Sprach- und Datendienst über SDSL (Symmetric Digital Subscriber Line) anzubieten. QSC investiere zudem in den Aufbau der Infrastruktur. Allerdings dürfte QSC erst ab 2004 Gewinne aufweisen. Das Halbjahresergebnis habe nach Ansicht der Analysten wenig Aussagekraft, da 75 Prozent der geschätzten Jahresumsätze von etwa 13. Millionen Mark voraussichtlich erst im vierten Quartal realisiert

Pixelpark: Kursziel nur 97 Euro / "Reduce" (Julius Bär)

Die Analysten von Bank Julius Bär haben die Aktie von Pixelpark (514 350) in einer erstmaligen Studie auf "Reduce" gestuft. Begründet wird das Anlageurteil mit dem derzeitigen Kursniveau der Aktie. Trotz der Korrektur am Neuen Markt, die auch an Pixelpark nicht spurlos vorbeigegangen ist, werde die Aktie mit einer deutlichen Prämie gegenüber den Wettbewerbern gehandelt. Das Aufwärtspotenzial sei daher sehr begrenzt, wobei die Analysten ein Kursziel von 97 Euro nennen (aktuell 89 Euro).

Fundamental werden Pixelpark gleichwohl positiv gesehen. Das Unternehmen verfüge über einen starken Markennamen und ein erfolgreiches Manangement. Die Zahlen seien überzeugend und zeigten, dass Pixelpark auf dem richtigen Weg sei. Die Gewinnprognose für 1999/2000/2001 wird mit minus 0,11/minus 0,55/minus 0,06 Euro je Aktie angegeben.

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