LTU Preise runter

Die Touristik-Gruppe will die Reisekosten für die Sommersaison 1999 teilweise deutlich senken. Im vergangenen Sommer war die Zahl der Passagiere gesunken.

Palma de Mallorca - Billiger werden vor allem Fernreisen nach Asien und Afrika mit Preisabschlägen bis zu 48 Prozent. Das kündigte der Geschäftsführer der Düsseldorfer LTU-Touristik GmbH, Knut Wehner, am Freitag bei der Vorstellung von 22 neuen Katalogen in Palma de Mallorca an.

Mit der Preisoffensive will der drittgrößte Reiseveranstalter in Deutschland verlorenen Boden gutmachen. Im abgelaufenen Touristikjahr 1997/98 (15. Oktober) ging die Passagierzahl der LTU-Touristik um rund fünf Prozent auf 2,2 Millionen zurück. "Wir hatten das falsche Reservierungssystem hinter uns", räumte Wehner ein. "In diesem Winter sieht es jedoch schon wesentlich besser aus. Wir wollen zusehen, daß wir ein gutes einstelliges Plus erzielen."

Die deutlichsten Preissenkungen im Vergleich zum Vorjahr nannte Wehner für die Ziele Hongkong (48 Prozent) Ägypten (25 Prozent), Australien/Neuseeland (24 Prozent) sowie Namibia und Südafrika (20 bis 40 Prozent). Etwa 20 Prozent billiger würden auch Reisen nach Sri Lanka, Malaysia und Singapur. Mit leichten Preissenkungen von fünf Prozent können Florida-Urlauber rechnen. Die Ferieninseln der Kanaren und Balearen sollen um etwa drei Prozent billiger werden.

Die LTU nimmt zudem vier neue Flughäfen in Deutschland für die Abflüge ins Programm: Erfurt, Saarbrücken, Friedrichshafen und Basel/Mühlhausen. Erhöht wurde die der Starts ab Berlin-Tegel, Dresden, Frankfurt, Hannover, Köln/Bonn, Leipzig, Stuttgart und Salzburg.

Deutliche Zuwächse gegen den Trend gab es für LTU-Touristik im abgelaufenen Reisejahr bei den Zielen Jamaika (+56 Prozent), Sri Lanka (+55 Prozent), Namibia (+40 Prozent), Sizilien (+32 Prozent) sowie Spanisches Festland (+21 Prozent) und Florida (+20 Prozent).

Zu LTU-Touristik gehören die Marken "smile & fly", "Tjaereborg", "Meier´s Weltreisen", "THR Tours", "Jahn Reisen" und "Marlboro Reisen". Die Gruppe erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 3,07 Milliarden Mark und hielt mit 2,2 Millionen Gästen einen Marktanteil von 14 Prozent.

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