Rekordzinsen Teure Anleiheplatzierung für Italien

Trotz drohender Rezession hat das hoch verschuldete Italien 7,5 Milliarden Euro am Kapitalmarkt eingesammelt. Die Zinsen, die Rom dafür zahlen muss, sind allerdings so hoch wie nie zuvor.
Fünf-Cent-Münze: Italien genießt derzeit kein großes Vertrauen an den Finanzmärkten

Fünf-Cent-Münze: Italien genießt derzeit kein großes Vertrauen an den Finanzmärkten

Foto: Patrick Pleul/ dpa

Mailand - Drei Versteigerungen von Staatsanleihen mit einer Laufzeit von drei, neun und zehn Jahren spülten am Dienstag nach Angaben des Finanzministeriums insgesamt 7,5 Milliarden Euro in die Kassen. Die Summe liegt damit am oberen Ende des angepeilten Volumens von fünf bis acht Milliarden Euro. Die Nachfrage der Investoren überstieg das Angebot um das Eineinhalbfache.

Für die dreijährigen Papiere mussten die Investoren mit einer Rendite von 7,89 Prozent gelockt werden. Seit Einführung des Euro lag der Zinssatz noch nie so hoch. Im Oktober waren es lediglich 4,93 Prozent.

Auch bei der zehnjährigen Anleihe wurde mit 7,56 Prozent ein Rekordhoch erreicht, nachdem es im Vormonat noch 6,06 Prozent waren. Am Markt stieß die erfolgreiche Platzierung auf positive Resonanz. Der Euro-Kurs  stieg über die Marke von 1,34 Dollar, der Dax  baute seine Gewinne aus.

cr/rtr
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.