Erdgas-Markt Ruhrgas-Vize: "Keine günstigeren Preise"

Gaskunden können durch die bevorstehende Markt-Liberalisierung offenbar keine Preissenkungen wie beim Strom erwarten.

Nizza/Essen - Trotz einer deutlichen Zunahme des Wettbewerbs sei noch offen, inwieweit es zu Preissenkungen kommen werde, sagte Bergmann am Donnerstag bei der 21. Weltgaskonferenz in Nizza.

"Es gibt gewichtige Argumente dafür, dass die Entwicklung im Gassektor anders abläuft als im Stromsektor", betonte der stellvertretende Ruhrgas-Chef. Während die Stromwirtschaft bis in die jüngste Zeit keinem wirklichen Wettbewerb ausgesetzt gewesen sei, habe Gas immer im Konkurrenzkampf mit anderen Energieträgern gestanden.

Durch technologische Fortschritte und neue Anwendungsgebiete muss Erdgas nach Ansicht der Ruhrgas seine Wettbewerbsposition im Vergleich zu anderen Energieträgern verbessern. Im Haushaltssektor werde der Schwerpunkt auf neuen Anwendungsgebieten für Gas etwa beim Betrieb von Waschmaschinen, Geschirrspülmaschinen, Wäschetrocknern oder Kühlschränken liegen. Auch Mini-Blockheizkraftwerke könnten mit Gasmotoren oder Gasturbinen betrieben werden.