Deutsche Bank Stühlerücken im Vorstand

Auf der Aufsichtsratssitzung heute nachmittag wird voraussichtlich der Abgang der Vorstände Michael Dobson und Ronaldo Schmitz abgesegnet. Danach dürfte es um die Zukunft von Konzern-Chef Breuer gehen.

Frankfurt am Main - Als Nachfolger von Dobson und Schmitz haben die Räte die Investmentbanker Edson Mitchell und Michael Philipp auserkoren. Die beiden werden auf der Hauptversammlung am morgigen Freitag offiziell präsentiert.

Die beiden Manager genießen international ein hohes Ansehen; Mitchell wurde allerdings immer wieder unterstellt, dass er für das Scheitern der Fusion mit der Dresdner Bank verantwortlich sei.

Die Diskussion um die Zukunft von Vorstandssprecher Rolf-E. Breuer wird, so vermuten Aufsichtsrats-Kreise, nach der Hauptversammlung wieder einsetzen. Schon frühzeitig werde man dabei die Nachfolge Breuers, dessen Vertrag in zwei Jahren ausläuft, ansprechen. Dabei werde die Frage im Mittelpunkt stehen, ob Breuer nach dem Fusions-Debakel noch den Sprung in den Aufsichtsrat schafft.

Fest scheint zu stehen, dass der größte deutsche Versicherungskonzern Allianz weiterhin Pläne forcieren wird, im Bereich Retailbanking mit der Deutschen Bank ins Geschäft zu kommen. Die Diskussion darum werde ebenfalls nach der Hauptversammlung gestartet, vermuten Branchenkenner.

Beide Häuser seien weiterhin an einer Zusammenarbeit interessiert. Es gehe um die Frage, wie man das Paket neu schnüre.