Metro Abspeck-Programm

Köln - Die Metro AG will sich von seinen Computermärkten, seinen Modemärkten, den Schuhmärkten und den Tip-Discountmärkten völlig trennen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag abend in Köln mit. Aus der Sparte Großhandel sollen außerdem der Bürofachhandel und der Zustellgroßhandel veräußert werden, aus der Sparte Waren- und Kaufhäuser die Kaufhalle-Gruppe sowie 25 auch langfristig unrentable Kaufhof-Standorte. Auch andere "Randaktivitäten" wie etwa im Möbelbereich (Divi/Roller) werden verkauft.

Erwerber ist nach Angaben der Metro AG eine gemeinsame Gesellschaft (DIVAG) mit Finanzinvestoren unter Führung der Deutschen Bank AG. Die Metro AG wird nach eigenen Angaben an dieser Gesellschaft eine unter 50 Prozent liegende Finanzbeteiligung halten und sich mit der Übertragung der Buchwerte an die DIVAG aus den unternehmerischen Aktivitäten der veräußerten Unternehmen zurückziehen. Die Beteiligung der Metro AG am bilanziellen Eigenkapital der DIVAG werde maximal 350 Millionen Mark betragen, hieß es.

Die Metro AG werde sich künftig ausschließlich auf die Kerngeschäftsfelder konzentrieren: Cash& Carry (Metro/Makro), SB-Warenhäuser/Verbrauchermärkte (real, extra), Non-Food-Fachmärkte (Media/Saturn, Praktiker) und Warenhäuser (Galeria/Kaufhof).

Durch die Transaktion wird sich der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 1999 um rund 16 Milliarden Mark reduzieren. Für 1998 war im Sommer ein Umsatz von rund 90 Milliarden erwartet worden. Auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 1998 werden die Maßnahmen laut Mitteilung des Unternehmens noch keine wesentlichen Auswirkungen haben, da die Transaktion erst zum Jahresende 1998 wirksam werde.

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