Von Finck Millionäre gegen Milliardäre

Die Erbfehde des milliardenschweren Clans von Finck bietet ein Schauspiel voller Intrigen und menschlicher Abgründe. Der Streit um das Erbe könnte in einer Umverteilung des Nachlasses enden - eine Familientragödie nimmt ihren Lauf.
Erbfeinde: August von Finck junior (im Bild) und Neffe Wilhelm junior werden seit Jahren mit Klagen aus dem ärmeren Familienkreis überzogen

Erbfeinde: August von Finck junior (im Bild) und Neffe Wilhelm junior werden seit Jahren mit Klagen aus dem ärmeren Familienkreis überzogen

Foto: Ursula Düren/ picture alliance / dpa

Hamburg - August von Finck war sicherlich kein Vater und Großvater, wie ihn sich ein Kind wünscht. Der 1980 im Alter von 81 Jahren verstorbene "Landwirt und Bankier" (Finck über Finck) galt als erzkonservativ und gnadenlos autoritär, sowohl im Beruf als auch im Privatleben.

Er zählte zu den glühenden Hitler-Bewunderern und Nazi-Unterstützern der ersten Stunde. 1933 trat er in die Partei ein. Später profitierte er von der Arisierung jüdischen Besitzes. Dennoch wurde er 1948 nur als Mitläufer eingestuft.

Warmherzigkeit war ihm fremd, Gefühle zu zeigen erst recht. Auch zu Hause zählte nur Leistung. Mit seinem jüngsten Sohn, dessen Zeugnisse die hohen Ansprüche nicht erfüllten, sprach der Vater seit dessen zwölftem Lebensjahr kaum noch ein Wort, es sei denn ein Machtwort.

Wenigstens der Tod August von Fincks hätte unter den Angehörigen rundherum Freude stiften können. Er hinterließ ein Milliardenvermögen, unter anderem eine Beteiligung an der Privatbank Merck Finck & Co., Aktienpakete an Allianz , Hochtief  und Löwenbräu sowie riesigen Grundbesitz.

Doch seine letztwilligen Verfügungen sorgen noch heute, mehr als drei Jahrzehnte nach seinem Tod, für Verdruss. Ein beispielloser Erbstreit beschäftigt die Justiz bis hin zum Bundesgerichtshof.

Beispielloser Erbstreit bis zum Bundesgerichtshof

Schlimmer noch: Die jüngere Vergangenheit der von Fincks stellt sich als selbst inszenierte menschliche Tragödie dar: als eine Zusammenballung charakterlicher Unzulänglichkeiten wie Habgier, Neid und Misstrauen. Hinzu gesellen sich klassische Vater-Sohn-Konflikte, die Flucht vor strenger Moral in Drogenkonsum und religiösen Wahn.

Beim Landgericht München ist ein Streit anhängig, der die bisherige Verteilung des Nachlasses fundamental verändern könnte. Bislang liegt das Familienvermögen zum weitaus größten Teil in den Händen zweier Nachfahren des Patriarchen: seines zweitältesten Sohnes August ("Gustl") von Finck junior (81) und dessen Neffen Wilhelm ("Billy") von Finck junior (51). Gustls Familie rangiert in der mm-Liste der reichsten Deutschen mit 4,2 Milliarden Euro auf Platz 16, Billy mit 1,8 Milliarden an 59. Stelle.

Zur ärmeren, benachteiligten Verwandtschaft gehören die Söhne August von Fincks senior aus zweiter Ehe, Gerhard (57) und Helmut von Finck (52), sowie Helmuts Sohn Nino (25).

Gerhard wurde enterbt. Auch von Helmut hielt der Ahnherr nicht allzu viel. Immerhin hinterließ er seinem Jüngsten ein Drittel des Vermögens - jedoch nur als Vorerbe erbberechtigter Abkömmlinge.

Kampfgeist des Sohns aus zweiter Ehe ist erwacht

Als hätte es der Alte vorausgesehen, machte Helmut nach dem Tod des Vaters eine Drogen- und Sektenkarriere durch. Psychisch und physisch ganz unten, überschrieb er 1985 seinen Anteil am Familienvermögen den älteren Halbbrüdern, August junior und Wilhelm senior, Billys damals noch lebendem Vater.

Inzwischen führt Helmut längst wieder ein bürgerliches Leben. Er hat sich als Pferdezüchter einen Namen gemacht und besitzt ein Gestüt in der Lüneburger Heide. Und sein Kampfgeist ist erwacht. Mithilfe eines reichen Freundes und der Rechtsanwaltssozietät Latham & Watkins ficht er den Vertrag von 1985 an.

Obendrein will er seine Halbbrüder enterben lassen - letztlich zugunsten Ninos, der nach seinem Betriebswirtschaftsstudium bei Allianz Global Investors arbeitet. Angesichts eines früheren Urteils des Bundesgerichtshofs, das Nino erwirkt hat, stehen die Chancen für eine Umverteilung nicht einmal schlecht.

Der Erbstreit geht auf die 70er Jahre zurück. Anfang 1974 wurde die Schenkungsteuer erhöht. Um unnötige Zahlungen an den Fiskus zu umgehen, überschrieb der damals 75-jährige August von Finck Ende 1973 seinen älteren Söhnen jeweils 25 Prozent an der Familienholding Agricola Beteiligungs-KG. Der Agricola wiederum gehörte die Bank Merck Finck & Co. Gerhard und Helmut, beide seinerzeit noch minderjährig, erhielten Unterbeteiligungen von je 20 Prozent am verbliebenen Paket des Alten.

Im Folgejahr fasste der Senior sein Testament ab. Der sparsame Patriarch, der im VW Käfer zu seiner Bank fuhr, verzichtete auf Beurkundung. Die Notargebühr wäre ihm viel zu teuer gewesen.

Klausel im Testament sorgt für Streit

Frauen, so offenbart der letzte Wille, zählten für August von Finck dynastisch nicht viel, allenfalls als Mütter männlicher Nachkommen. Ex- und Nochgattin fand er ab - ebenso wie die Tochter aus erster Ehe, Eleonore, verehelichte Grziwa (79). Bei ihr zweifelte der Alte augenscheinlich an seiner Vaterschaft, wie ein Fragezeichen im Testament ("Meine [?] Tochter Lore ...") ahnen lässt.

Das Milliardenvermögen sollten zu gleichen Teilen die vier Söhne bekommen. Die beiden jüngeren wurden jedoch nur als Vorerben "männlicher blutsmäßiger ehelicher Abkömmlinge" eingesetzt. Da fällt Helmuts älteste, uneheliche Tochter Isabella (28) gleich zweifach durchs Raster. Nur sein ehelicher Sohn Nino kann Nacherbe werden.

Ins Testament fügte der Erblasser eine Klausel ein, die heute für Streit sorgt: "Soferne meine erbberechtigten Söhne bei meinem Tode noch nicht persönlich haftende Gesellschafter des Bankhauses sind, mache ich ihnen ausdrücklich zur Auflage, dies zu werden und zu bleiben."

Die älteren saßen bei seinem Tod bereits in der Geschäftsführung der Bank. Für Helmut und Gerhard galt: Sie sollten erst in die Leitung des Instituts eintreten dürfen, wenn sie in Deutschland oder der Schweiz ein Studium der Betriebs- oder Volkswirtschaftslehre oder der Rechtswissenschaften absolviert hätten. Allerdings nicht vor dem 27. Lebensjahr und auch später nicht, wenn sie "schwere charakterliche Mängel" aufwiesen. Über das Vorliegen solcher Fehler sollte der Beirat der Bank entscheiden.

Helmut und Gerhard waren, was das Erbe anging, lange Zeit praktisch entmündigt. Bis zu ihrem 28. Lebensjahr sollten Nachlasspfleger für "eine gute Ausbildung" und "standesgemäßen Unterhalt" sorgen. Ein Testamentsvollstreckergremium sollte sogar bis zu ihrem 38. Lebensjahr über ihr Erbe wachen.

Das Ziel von Fincks, den Hinterbliebenen seinen Willen weit über den Tod hinaus aufzuzwingen, ist durchgängig erkennbar. Als generellen Vorbehalt verfügte er: "Wenn einer meiner Erben Ansprüche erhebt, die mit meinen letztwilligen Anordnungen im Widerspruch stehen, oder wenn er sonst meinen letztwilligen Anordnungen zuwiderhandelt, so soll ihm jeglicher Erbteil entzogen und er auf den Pflichtteil gesetzt sein."

1978 enterbte er Gerhard, weil der "gegen meinen Willen einen ehrlosen Lebenswandel führt". Anlass war eine angebliche "Unregelmäßigkeit" in einer von Gerhard geleiteten Finck-Firma. Nun sollte das Vermögen nur noch unter drei Söhnen aufgeteilt werden. Am 22. April 1980 starb August von Finck senior.

Ohne die harte Hand des Vaters rutschte Helmut ab. Er nahm Drogen, litt an Depressionen und fand Halt beim Bhagwan. Als Jünger "Swami Anand Nityo" (der, dem die Freude angeboren ist) wohnte er zeitweise in einem Sektendomizil im US-Staat Oregon.

Helmut von Fincks wildes Leben

Im Februar 1984 erschien in der Münchener Ausgabe der "Bild"-Zeitung ein reißerischer Bericht über sein wildes Leben ("Bankerbe Finck zum Bhagwan"). August junior und Wilhelm senior sahen nun die Chance, den Halbbruder als Miteigentümer aus der Bank zu drängen. Sie konnten sich auf ihre Furcht um die Reputation des Instituts berufen.

Vier Wochen nach der "Bild"-Veröffentlichung tauchten beide unangemeldet in Helmuts Schwabinger Wohnung auf: Der Nachlass müsse nun endgültig geregelt werden. Doch ihr jüngster Bruder, gerade aus dem Bhagwan-Basislager zurückgekehrt, ließ sie abblitzen.

In den folgenden Monaten wirkten sowohl der Justiziar der Bank als auch der Vorsitzende des Testamentsvollstreckertrios, der Notar Germar Hüttinger (89), auf Helmut ein, sich mit August und Wilhelm zu einigen. Hüttinger gerierte sich, so Helmuts Anwälte, als "väterlicher Freund", der stets den Eindruck erweckte, nur das Beste für ihn zu wollen.

Dabei stand Hüttinger eher den älteren Brüdern nahe; er arbeitete als Hausnotar für die Bank Merck Finck. Auch der zweite Testamentsvollstrecker, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Hubertus Sambo, diente der Bank. Dritter im Bunde war der damalige BMW-Manager Eberhard von Koerber (73). Der war mit einer Halbschwester Helmuts verheiratet und daher dessen Lager zuzurechnen.

Auftritt in der Bhagwan-Kutte

Die Gespräche zogen sich. Einmal tauchte Helmut zum Entsetzen seiner Brüder in orangefarbener Bhagwan-Kutte in der Schalterhalle der Bank auf.

Im Februar 1985 kam es zu einem äußerst knapp gehaltenen Vertrag zwischen den drei Finck-Söhnen. Für 65 Millionen Mark verkaufte Helmut seinen Halbbrüdern sämtliche vom Vater erhaltenen Vermögenswerte sowie die Nutzungsrechte am Vorerbe - unter anderem die Anteile an drei Familienholdings, die die Bankbeteiligung sowie Aktienpakete an Hochtief  und Löwenbräu sowie umfangreichen Immobilienbesitz hielten. Die Eigentumsrechte am Vorerbe konnte Helmut nicht verkaufen; sie mussten für einen - noch nicht geborenen - Nacherben erhalten bleiben.

Folgt man der vor dem Landgericht München anhängigen Klage, so stand der Wert des veräußerten Vermögens "in groteskem Missverhältnis" zum Kaufpreis. Mindestens 760 Millionen Mark seien die überschriebenen Assets tatsächlich wert gewesen. Helmut von Finck sei "bewusst" über diesen Wert im Dunkeln gelassen worden.

Die von August und Wilhelm von Finck beauftragten Kanzleien Noerr beziehungsweise Wirsing Hass Meinhold bezeichnen den vom Kläger behaupteten Wert als rein "fiktiv". Einziges Motiv der Klage sei "Vertragsreue" - weil das erhaltene Geld inzwischen aufgebraucht sei.

Helmuts Anwälte machen geltend, der Vertrag sei "sittenwidrig" und "nichtig". Ihr Mandant sei nach Drogen- und Alkoholmissbrauch "nicht geschäftsfähig" gewesen. Überdies habe er sich "in einer Lebenskrise" befunden, nachdem Partnerin Irene ihn mit der gemeinsamen Tochter Isabella verlassen hatte.

Das damalige Fehlen der Geschäftsfähigkeit versucht der Kläger mit einem medizinischen Gutachten zu beweisen. Dem gebricht es allerdings daran, dass es erst im Jahr 2010, ein Vierteljahrhundert nach Vertragsschluss, verfasst wurde.

Helmuts Sohn Nino erhebt Auskunftsklage

Ebenso wenig zeitnah ist eine von der Gegenseite vorgelegte Expertise, die zum konträren Schluss kommt. Helmut sei keinesfalls willenlos gewesen, sondern habe vielmehr hart verhandelt. Überdies könne die angebliche "Lebenskrise" so schlimm nicht gewesen sein, da Helmut einen Monat später geheiratet habe und Sohn Nino schon unterwegs gewesen sei.

Helmut von Finck hatte sich damals nicht beraten lassen. Auch den Mit-Testamentsvollstrecker von Koerber, der zu Helmuts Gunsten hätte eingreifen können, hatte er wohl vor Vertragsabschluss am 14. Februar 1985 nicht konsultiert.

Weil Hüttinger als Sachwalter des letzten Willens das Abkommen nicht beurkunden durfte, übernahm dies sein Sozius Helmut Keidel. Die Nähe zu Hüttinger bezeichnen die Klägeranwälte als "jedenfalls bemerkenswert".

Die Testamentsvollstrecker wollen sich heute zu dem Fall nicht äußern. Seinerzeit sahen sie womöglich die Gefahr, irgendwann in Regress genommen zu werden. 1995 stellten die älteren Finck-Söhne sie von jeder Haftung frei - "auch gegenüber dem potentiellen Nacherben unseres Bruders Helmut von Finck".

  • erstens Auskunft über alle aus dem Erbe verkauften Vermögensteile, erlöste Kaufpreise und neu erworbene Güter
  • zweitens eidesstattliche Erklärungen zur Richtigkeit dieser Angaben und
  • drittens eine Rückabwicklung des Vertrages von 1985.

Letzteres dürfte schwierig werden. 1989/90 hatten die älteren Brüder das Vermögen völlig umgeschichtet. Beteiligungen wurden veräußert, Firmen liquidiert, Erlöse neu investiert. Einige Teile des Erbes verkauften die Halbbrüder an sich selbst - so etwa Schloss Weinfelden im schweizerischen Thurgau, das heute August junior gehört. Der Kläger möchte wissen, ob die Preise angemessen waren.

Helmuts Sohn Nino hatte bereits, als er volljährig wurde, seinen Cousin Billy und den "lieben Onkel August" um Informationen über den damaligen Wert des ihm später zufallenden Nacherbes gebeten. Er bekam lediglich das Testament - und die Mitteilung, es sei zu kompliziert, den Nachlasswert zu beziffern.

Nino erhob Auskunftsklage. In drei Instanzen argumentierten seine Verwandten, das Vorerbe sei verwirkt, weil Helmut im Vertrag von 1985 entgegen dem letzten Willen des Seniors seine Bankbeteiligung veräußert habe. Deshalb könne Nino auch keine Auskunft über den Wert des Nachlasses verlangen.

Der Enkel bekam schließlich vor dem Bundesgerichtshof recht. Das Erbe sei für ihn keinesfalls verloren. Der Verkauf der Bankbeteiligung durch seinen Vater habe nicht gegen das Testament verstoßen, weil er einvernehmlich innerhalb der Familie erfolgt sei. Nino habe Anspruch auf Auskunft. Die Unterlegenen geißelten den BGH-Spruch als "verfassungswidriges Willkürurteil".

Nino bekam schließlich die Information, auf einem Treuhandkonto lägen für ihn Festgeld und Allianz-Aktien, die damals knapp 19 Millionen Euro wert waren - angesichts des Milliardennachlasses ein lächerlich gering erscheinender Betrag. Seine reichen Verwandten hat Nino bis heute nicht kennengelernt.

Ein inhaltsschwerer Satz

Viel dramatischer als das Auskunftsurteil könnte sich für Gustl und Billy auswirken, was die Bundesrichter quasi am Rande feststellten - die Juristen sprechen von einem Obiter dictum (lateinisch: nebenbei Gesagtes): "Es könnte allenfalls zweifelhaft sein, ob es dem Erblasserwillen entsprochen hätte, wenn familienfremde Dritte an der OHG (dem Bankhaus Merck Finck - Anm. d. Red.) beteiligt worden wären." Dies könne, so das Gericht weiter, August junior und Wilhelm senior betreffen, "als diese im Jahre 1990 das Bankhaus an die Barclays Bank plc  veräußert haben und selbst als Gesellschafter ausgeschieden sind".

Ein inhaltsschwerer Satz, der nichts anderes bedeutet, als dass die älteren Brüder mit dem Bankverkauf gegen das Testament verstoßen und so das Erbe verwirkt haben könnten.

Mit dem Verkauf an Barclays gegen das Testament verstoßen?

Deren Anwälte halten dagegen, in der damals schwierigen Situation für Privatbanken sei der Verkauf die einzige Möglichkeit gewesen, "die Vernichtung von 90 Prozent des Familienvermögens zu verhindern". Und sie führen das schwache Argument ins Feld, "der Erblasser hätte nicht anders gehandelt".

Möglicherweise verletzten die älteren Brüder mit einem weiteren Geschäft die letztwilligen Bestimmungen August von Fincks. Der hatte angeordnet, dass die Erben eine zum Nachlass gehörende Beteiligung an dem Stromversorger Isarwerke GmbH mindestens 25 Jahre nach seinem Tod gemeinschaftlich halten müssten. Die beiden Söhne verkauften den Anteil jedoch bereits 1994, also gerade einmal 14 Jahre nach dem Tod des Vaters, zum größten Teil an die Bayernwerk AG, heute Bestandteil von Eon.

Nach alledem sehen Helmuts Rechtsvertreter gute Chancen, die Halbbrüder enterben zu lassen, was im Fall des verstorbenen Wilhelm von Finck senior dessen Alleinerben Billy treffen würde.

Ein Versuch der Anwälte, einen Vergleich zu erzielen, scheiterte kürzlich offenbar an der Halsstarrigkeit von August junior. Nun steht der nächste Termin vor dem Landgericht an.

Wenn die Klage den Bundesgerichtshof erreicht, wird sie entsprechend der Geschäftsverteilung vom vierten Zivilsenat entschieden - eben jener Kammer, die schon das Auskunftsurteil fällte und das für Helmut von Finck vielversprechende Obiter dictum abgab.

Nicht zuletzt wegen dieses Signals aus Karlsruhe hat der Kläger einen Unterstützer gefunden. Der mit ihm befreundete Münchener Industrielle Bernd Dietel (49) will ihm die Prozesskosten bis hin zum Bundesgerichtshof vorschießen.

Dietel hat die auf juristische Problemfälle spezialisierte Unternehmensberatung Alvarez & Marsal beauftragt, eine genaue Bewertung des Erbes vorzunehmen, so weit extern möglich. Wenn die Klage Erfolg hat, dürfte ihm der Dank seines Freundes Helmut gewiss sein.

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