Zwangsarbeiter Keine weiteren Sammelklagen aus den USA mehr

Die Verhandlungen über die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern gehen in eine neue Runde. Die deutschen Unterhändler Lambsdorff und Gentz fordern eine Absicherung vor möglichen Sammelklagen aus den USA.

Berlin - Im Mittelpunkt der erneuten Gespräche steht die von Deutschland geforderte Rechtssicherheit vor möglichen Sammelklagen in den USA. Neben Lambsdorff und Eizenstat nimmt der Finanzvorstand von Daimler-Chrysler, Manfred Gentz, als Vertreter der deutschen Wirtschaft teil.

Grundsätzlich besteht Einigkeit, dass die Regierung in Washington mit einer Erklärung dafür sorgen soll, dass US-Gerichte weitere Sammelklagen gegen deutsche Unternehmen zulassen werden. Der einzig mögliche Weg, um Entschädigungsansprüche zu klären, soll über die deutsche Stiftung führen, die in diesem Jahr ihre Arbeit aufnimmt.

Der Sprecher der Stiftungsinitiative, Wolfgang Gibowski, sagte, eine Einigung sei "zu jedem Zeitpunkt möglich". Es könne aber auch sein, dass die Verhandlungen am Freitag erneut vertagt werden müssten. In den Entschädigungsfonds zahlen die öffentliche Hand und die deutsche Wirtschaft jeweils fünf Milliarden Mark ein.