Mittwoch, 29. Januar 2020

Devisen IWF drängt China zu flexibler Währung

IWF-Vizechef Min Zhu: China hat seine Bemühungen um einen flexibleren Wechselkurs zuletzt eingestellt

Seit Jahren bemängeln die USA und Europa die chinesische Wechselkurspolitik - bisher ohne nennenswerten Erfolg. Nun meldet sich auch der IWF-Vizechef zu Wort und erhöht damit den Druck auf die Regierung in Peking. Der Chinese fordert eine Freigabe des Yuan.

Hamburg - "Wir ermutigen die chinesische Regierung, sich schnell auf ein flexibleres Wechselkursregime hinzubewegen", sagte IWF-Vizechef Min Zhu der "Financial Times Deutschland".

China strebe zwar ein flexibleres Regime an, habe hier aber die Bemühungen zuletzt eingestellt. "Sie haben 2005 eine flexiblere Wechselkursbandbreite beschlossen, doch während der Krise haben sie diese Anpassung gestoppt", sagte Zhu, der selbst Chinese ist.

Zhus Äußerung spiegelt die IWF-Kritik an der Pekinger Wechselkurspolitik wieder. "Der Yuan erscheint noch immer substanziell unterbewertet", heißt es im erst vergangene Woche vorgestellten Weltwirtschaftsausblick des IWF. Die USA und Europa werfen China vor, den Yuan künstlich auf einem niedrigen Niveau zu halten, um so Exporte und Wachstum auf Kosten der Handelspartner zu fördern.

mg/dpa-afx

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