Baukonzerne ACS will Hochtief-Beteiligung erhöhen

Die Kontrolle über Hochtief reicht dem spanischen Baukonzern ACS offenbar noch nicht. Er will mehr: Laut Frank Stieler, Chef der deutschen Baufirma, plant ACS den Ausbau der Beteiligung auf mehr als 50 Prozent.
Kran von Hochtief: Der spanische Konzern ACS stockt seine Anteile an der deutschen Konkurrenz weiter auf

Kran von Hochtief: Der spanische Konzern ACS stockt seine Anteile an der deutschen Konkurrenz weiter auf

Foto: Roland Weihrauch/ dpa

Essen - Der spanische Großaktionär ACS will den Anteil an seiner deutschen Tochter Hochtief weiter ausbauen. "ACS hat angekündigt, in den kommenden Monaten weiter Hochtief-Aktien zu kaufen, um seine Beteiligungsquote - ohne Berücksichtigung der Hochtief-eigenen Aktien - auf mehr als 50 Prozent zu erhöhen", sagte der neue Hochtief-Chef Frank Stieler am Mittwoch in Düsseldorf laut Redetext.

Aber auch dann werde Hochtief ein "eigenständiger Konzern" bleiben und seine "Entscheidungen selbstständig treffen", unterstrich Stieler, der im Mai das Ruder bei Hochtief  übernommen hat, nachdem der frühere Chef Herbert Lütkestratkötter nach einem langen Machtkampf mit ACS  das Handtuch geworfen hatte.

ACS hatte sich im Juni die Mehrheit an Hochtief gesichert und kontrolliert nach eigenen Angaben rund 50,16 Prozent der Anteile. Darin enthalten ist aber auch ein Paket von 4,46 Prozent, das Hochtief selbst hält. Die Spanier hatten im vergangenen September angekündigt, Hochtief übernehmen zu wollen.

Neben Lütkestratkötter verlässt auch Finanzchef Burkhard Lohr den Konzern. Die Auswahl eines Nachfolgers sei "weit fortgeschritten", sagte Stieler. In den nächsten Wochen wolle er dazu mehr Details mitteilen.

cr/rtr

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