Grundig Richtungsstreit und Führungsprobleme

Expandieren oder weiter schrumpfen? Bei der Grundig AG schwelt ein Richtungsstreit über den künftigen Kurs des größten deutschen Herstellers von Unterhaltungselektronik.

Hamburg - Vorstandschef Herbert Bruch (61) und Anton Kathrein, größter Einzelaktionär des Unternehmens, befürworten eine aggressive Ausbaustrategie. Technikvorstand Manfred Bartl (62) und Aufsichtsratsvorsitzender Burkhard Wollschläger (66) wollen im Konzern weiter Personal abbauen und Produktionskapazitäten reduzieren. Das berichtet manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin am Freitag.

Gut drei Jahre nach dem Ausstieg von Philips ist die Zukunft von Grundig noch nicht gesichert. Operativ schrieb das Unternehmen in den letzten zwei Jahren rote Zahlen. Entwicklungsengpässe, Lieferschwierigkeiten und schlechte Planung belasten das Ergebnis.

Unklar ist die künftige Führungsstruktur. Aufsichtsratschef Wollschläger hat die in diesem Jahr auslaufenden Verträge von Bruch und Bartl jeweils um ein Jahr verlängert. Eine neu eingesetzte Personalkommission soll sich nun um Nachfolger bemühen.