Stahlindustrie Weiterer Stellenabbau

Die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche wird im kommenden Jahr vermutlich drastischer sinken als 1998.

Düsseldorf - Der Stellenabbau in der Stahlindustrie wird nach Einschätzung der Wirtschaftsvereinigung Stahl im kommenden Jahr noch schneller vorangehen als in diesem Jahr. 1998 werde es trotz der guten Mengenkonjunktur einen Rückgang um etwa 2500 Mitarbeiter auf 108.000 Beschäftigte geben, sagte der Präsident der Vereinigung, Ruprecht Vondran, am Donnerstag in Düsseldorf anläßlich der Jahrestagung "Stahl '98". Dies sei zwar keine gute Nachricht für den Arbeitsmarkt, auf mittlere Sicht sei damit aber vermutlich eine Steigerung der Produktivität verbunden.

Im Vergleich zu 1990 habe die deutsche Stahlindustrie die Beschäftigtenzahl um mehr als die Hälfte verringert, produziere aber in diesem Jahr rund eine Million Tonnen mehr als damals. Die Stahlproduktion werde in diesem Jahr wie 1997 bei rund 45 Millionen Tonnen Rohstahl liegen. Damit sei 1998 mengenmäßig eines der ergiebigsten Jahre. Die Branche müsse nun alle Kräfte darauf konzentrieren, wieder Preisstabilität zu erreichen.

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