International Media Nur kleiner Zeichnungsgewinn

Geringer als erwartet ist der Zeichnungsgewinn ausgefallen. Die Aktie der Filmfirma, in der Vorbörse hoch gehandelt, startete mit 35 Euro am Neuen Markt und konnte im Verlauf nur leicht zulegen.

Frankfurt am Main - Zum ersten Kurs von 35 Euro wurden am Donnerstagmorgen 598.883 Titel umgesetzt. Im frühen Handel baute der Titel das Kursplus leicht aus. Die erste Taxe hatte 35 zu 40 Euro betragen. Die Bookbuilding-Spanne der insgesamt ausgegebenen 7,8 Millionen Stückaktien (ohne Greenshoe) lag bei 26,00 bis 32,00 Euro.

In der Vorbörse hatte der Titel deutlich höher notiert. Im Telefonhandel war der Titel vor dem Börsenstart noch 43 zu 48 Euro gestellt worden.

Die Emission war den Angaben zufolge um das 14-fache überzeichnet. Deshalb wurde die Zuteilung an Privatanleger nach einem einheitlichen Zuteilungsschlüssel vorgenommen, hieß es. Demnach gilt für Privatanleger, die bei einer der Konsortialbanken DG Bank und BNP Paribas oder einem angeschlossenen Institut ein Depot unterhalten folgendes Zuteilungskriterium: Bei einer Mindestzeichnungsmenge von 75 Aktien erhält jedes achte Depot 75 Stücke zugeteilt.

International Media arbeit als Agent und Realisator von Filmprojekte. Die Münchener suchen Drehbuchautoren, Schauspieler und Produzenten zusammen zu bringen. Zudem übernimmt International Media den Verleih von Produktionen anderer. Die Rechte - nicht selten nur die Zweitverwertungs-Rechte - an den Werken behält das Unternehmen, vom Erlös geht ein Gutteil an die eigentlichen Träger des Risikos, die Produzenten.

International Media prunkt nach eigenen Angaben mit branchenerfahrenen Vorständen und guten Kontakten nach Hollywood. Das soll auch dabei helfen, vermarktbare Produktionen der grossen Studios im Rest der Welt zu verwerten. Hier bezeichnet sich International Media als Marktführer. Allerdings drängen inzwischen auch Konkurrenten verstärkt in dieses Geschäft.

Das Unternehmen wurde 1996 gegründet, hat momentan 50 Filme im Portfolio und schrieb nach eigenen Angaben von Beginn an schwarze Zahlen. Von den Altaktionären wird sich ein Venture-Capitalist beim Börsengang von Aktien trennen. In einem Jahr werden aber auch Anleger, die über einen Steuerspar-Medienfonds an der Firma beteiligt sind, die Gelegenheit nutzen und ihre Papiere losschlagen. Der Kurs dürfte bis dahin kräftig gestiegen sein.

Analysten sehen bei einem wahrscheinlichen Ausgabepreis von 32 Euro ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (auf Basis der für 2001 erwarteten Zahlen) von 27. Die unmittelbare Konkurrenz notiert an der Börse mit einem Verhältnis von 31.