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Fondsmanagement in London: Der Tag in Bildern

Foto: Arne Gottschalck

Inside-Bericht Wie das Milliardenspiel der Fondsmanager wirklich läuft

Wie ist es, Milliarden von Euro an der Börse zu bewegen? Glamourös, wie einst bei Gordon Gekko im Film "Wall Street" - oder prosaisch? Ein exklusiver Report aus dem normalerweise abgeschotteten Innersten der Milliardenmaschine, ein Tag an der Seite eines Fondsmanagers in London.
Von Arne Gottschalck

London - Es ist ruhig, Montag morgen um acht. Nur wenige Menschen gehen durch das L-förmige Großraumbüro in der Zentrale von M&G Investments, einer englischen Fondsgesellschaft, die für mehr als 230 Milliarden Euro Anlegergelder verantwortlich ist. In langen Doppelreihen stehen Tische, die meisten mit mindestens zwei Bildschirmen darauf. Einer davon, nahe des Kreuzungspunkts der beiden Schenkel des L, gehört Greg Aldridge.

Aldridge ist Fondsmanager, also einer jener Männer, die in der Zeit vor der Jahrtausendwende in den Himmel gehoben wurden, um dann spätestens in der Finanzkrise wie alle Berufe, die nur entfernt mit der Börse zu tun haben, verdammt zu werden. An diesem Montagmorgen sieht Aldridge allerdings nicht so aus, als würde er sich darüber Gedanken machen.

Dunkelhaarig, groß und etwas schlaksig steht er da und nestelt an seiner Krawatte, dunkelblau mit einem feinen Muster. "Von Hermes, hat mir meine Frau gekauft", sagt er. Und nach einer Pause: "Als Krawatte ist das ok, aber als Aktie wäre es mir zu teuer." Genau das sind die Kategorien, in denen Aldridge und seine Zunftkollegen denken. Was erwirtschaftet ein Unternehmen, wie sieht dessen Zukunft aus, wie seine Wachstumsaussichten - und was kostet die Aktie? Denn nur wenn er die für seinen Fonds billiger einkauft als verkauft, funktioniert das Spiel und seine Anleger verdienen Geld. Viel Luft für Fehler lässt der Wettbewerb nicht mehr.

Nicht nur der Wettbewerb zwischen den Fondsgesellschaften ist knochenhart. Auch neue Konkurrenten erhöhen den Druck. Exchange Traded Funds zum Beispiel, die ETF, bilden Börsenindizes ab und erwirtschaften damit ähnliche Renditen wie Fondsmanager, aber mit deutlich geringeren Kosten. Zertifikate ihrerseits sind viel schneller aufgelegt als Investmentfonds, weil das behördliche Genehmigungsverfahren deutlich einfacher ist. Umso wichtiger ist es für Aldridge und seine Kollegen, alle Hilfsmittel zu nutzen, die sie bekommen können, um besser zu sein als ihre Konkurrenten. Das Morgen-Meeting um halb neun ist so ein Mittel.

Blinkende Tannenbäume

Ein grauer Raum direkt neben dem Großbüro, groß wie ein Squashplatz. Wie in vielen Konferenzen, bildet sich ein innerer Kreis derer, die am Tisch sitzen und ein äußerer von Menschen, die um den Tisch herumstehen. Die meisten dürften zwischen Mitte 20 und 40 Jahren alt sein. Jacketts und Krawatten sind kaum zu sehen, blaue Hemden und adrette Kurzhaarfrisuren umso mehr. Vorn an der Wand glimmen die Bilder, die ein Beamer dorthin projiziert. Straff moderiert, berichten Einzelne über das, was in ihrem Beritt passiert. Analyst Graham Phillips, er wird wie in England üblich mit Vornamen aufgerufen, spricht von Caterpillar , dem amerikanischen Baumaschinenhersteller, der Rekordgewinne vorgelegt habe. Überhaupt, Amerika, derzeit gelte die Devise, raus aus Amerika, rein in Convertibles.

Für Fondsmanager sind das entscheidende Informationen. Denn strömt ihrem Fonds viel Geld zu, muss es schnell investiert werden, damit es an den Kapitalmärkten arbeiten kann und zum Beispiel Dividenden abwirft.

Ein anderer berichtet von britischen Aktien. Der Flughafen BBA Aviation sei wegen der Erholung der Industrie interessant. Begleitet werden die Vorträge von entsprechenden Projektionen an der Wand. Links stehen die Käufe der Fonds, rechts die Verkäufe. Dort, rechts, stehen übrigens auch 30-jährige US-Bonds. Nach einer knappen halben Stunde ist der Raum wieder leer.

Zurück am Schreibtisch vom Aldridge. Vor den zwei Bildschirmen liegen Papiere, daneben eine Zeitung. Auf einem der Papierstapel balanciert das Modell eines Airbus A380. Rechts der Bildschirm, auf dem Bloomberg läuft, links einer für alle weiteren Programme. Hier verbringt Aldridge einen Gutteil seiner Zeit. Spielt Gedanken durch, überprüft Ideen und spricht mit seinen Kollegen. Und schaut auf die beiden Bildschirme.

Bloomberg ist so etwas wie ein hochgerüsteter Nachrichtenticker. Alles läuft dort auf, Nachrichten über Proteste in Griechenland ebenso wie die Verkündung von Quartalszahlen. Es blinkt wie einer jener Tannenbäume im Führerhaus eines LKW in der Vorweihnachtszeit. Und damit die Finanzexperten die Nachrichten noch schneller sortieren und gewichten können, trägt die Tastatur davor statt der üblichen Tastenfarben schwarz oder grau Bunt. Der Druck auf eine orangene Taste zum Beispiel erzeugt den Chart eines Unternehmens, das gerade seine Quartalszahlen vorgelegt hat. Der Bildschirm links ist nur scheinbar ruhiger.

Höllenmaschine im Einsatz

Dort ruft Aldridge jetzt Holt Value Search auf, ein Programm der Credit Suisse, das Fondsmanagern und Analysten alle möglichen Daten alle Aktien der Welt auf den Bildschirm schickt. Finanzexperten wie Aldridge können dort jene Aktien eingeben, die sie interessieren, sei es Adidas  oder Wincor Nixdorf . Findet Holt die Aktie, und es findet sie immer, murmelt jemand von schräg gegenüber halb nüchtern, halb spöttisch, lassen sich in der Maske verschiedene Annahmen eingeben. Zum Beispiel, von welchem Wachstum man für das Unternehmen ausgeht. Einen Tastendruck weiter ist klar, wie sich der Wert des Unternehmens entwickelt haben wird. Das Ergebnis lässt sich grafisch aufbereiten, über verschiedene Zeiträume ausrechnen. Wer hier nicht gezielt nach bestimmten Kriterien sucht, geht in der Datenflut unter. "Es gibt schon viel 'noise', sagt Aldrigde: "Aus diesem System kann ich mir alles ziehen und auch für alles einen Beleg finden." Ein kurzes Tastenklackern, er gibt Parexel ein. Das Unternehmen steckt auch in Aldridges Fonds, dem rund eine Milliarde Euro schweren M&G Global Growth. Holt rechnet aus, wie der Wert des Unternehmens aussähe, wenn Parexel jährlich mit drei Prozent wüchse. Passabel. Aldridge gibt statt drei fünf Prozent ein. Besser, viel besser. Eine hilfreiche Höllenmaschine. Das sagt er natürlich nicht. Aber er sagt, dass man schon aufpassen müsse, schließlich könne man damit alles schön rechnen.

Umso wichtiger ist es, das Fondsmanagement mit Korrektiven zu versehen. Fondsmanagement ist eben keine Murmelbahn, wo oben eine Anlageidee eingeworfen wird und unten unter viel Gebimmel eine Anlageidee herauskullert. Sondern ein ziemlich komplexes Gefüge mit "checks and balances", wie Aldridge es nennt. Eines der Korrektive sind Gespräche mit Analysten. "Als Analyst müssen Sie alles wissen", sagt Aldridge. Er war selbst zwischen 2004 und 2006 Analyst. "Es ist sehr verführerisch, alles zu wissen. Sie werden genau dafür bezahlt, beobachten 250 Aktien und über 10 davon wissen Sie dann tatsächlich alles. Das hat seinen ganz eigenen Reiz."

Michael Moore kommt hinzu, einer der Analysten. Offenes Hemd, hochgekrempelte Hemdärmel und die Haare eine Spur zu lang - nicht gerade wie man sich einen Analysten allgemein vorstellt. Es spricht vor allem von Ericsson . Von dem Unternehmen hat Aldridge seit drei Jahren Aktien im Fonds. "Ok, aber nicht berauschend", urteilt er. Moore erläutert: "Die Zahlen für das erste Quartal waren toll. Aber auch Alcatel  hat gute Zahlen vorgelegt. Die Erklärung - die Unternehmen haben nach der Krise die Capex heruntergefahren und jetzt eben wieder nach oben." Capex, das sind die "capital expenditures", die Investitionsausgaben von Unternehmen. Steigen die, profitieren Firmen wie Ericsson. Sparprogramme hat das Unternehmen durchgezogen, fragt Aldridge. Haben sie, ja, sagt Moore. Abgang Moore.

"Als Fondsmanager muss ich den Leuten vertrauen können und mir das große Bild anschauen", sagt Aldridge. Das große Bild betrachtet jeder Fondmanager aus einem eigenem Blickwinkel. Einige suchen nach Aktien, die besonders günstig sind. "Das ist die Value-Fraktion", sagt er. "Das sind die Kollegen von gegenüber. Richard Halle, der macht Value. Wir sind growth-orientiert." Dazwischen liegen manchmal Welten. "Ich kann Aktien auch dann kaufen, wenn Richard sie für zu teuer halten würde. Denn ich achte vor allem auf das Potential."

"Judo-Ökonomie"

Das liest Aldridge vor allem aus drei Kriterien - den Erträgen eines Unternehmens, dessen Bewertung an der Börse und dessen gewisses Etwas. Er nennt es "scarce assets". Ultra elections ist so ein Fall. "Ein Nischenunternehmen aus dem Verteidigungssektor. Das ist so schlank aufgestellt, dass es Aufträge gewinnbringend annehmen kann, die zum Beispiel der Branchenriese BAE Systems  ablehnen muss. Das ist Judo-Ökonomie, der Kleine gewinnt, weil er die Kraft des Großen gegen ihn wendet." Aber auch die großen, bekannten Unternehmen sind für Aldridge interessant, wenn sie eben das gewisse Etwas haben. Wincor Nixdorf  zum Beispiel, die vor einiger Zeit ihre Zahlen vorgelegt haben. Und "die Märkte haben darauf reagiert, negativ, in meine Augen zu pessimistisch. Das Unternehmen stellt unter anderem Bankautomaten auf. Während der Krise haben sich die Banken mit dem Kauf neuer Automaten zurückgehalten, jetzt dreht sich das Blatt. Und das ist gut für das Unternehmen und für mich, wenn die Börse diese Änderung noch nicht erkannt hat." Aber manchmal braucht es halt Zeit.

Zeit - und einen Sparringspartner. "Die Arbeit als Fondsmanager ist sehr teamlastig. Es ist eine Debatte, ein stetes gegenseitiges herausfordern", sagt Teamkollege und eben auch Sparringspartner Charles Anniss über die Bildschirmreihen hinweg. "Die stete Gefahr ist es, zu kurzsichtig zu werden, selbstzentriert, das bringt der Beruf so mit sich. Darum ist es so wichtig, einen Diskussionspartner zu haben."

Um zum Beispiel über Tesco  zu sprechen, die britische Supermarktkette. "Die meisten Briten lieben sie", sagt Aldridge. Aber die Aktie deswegen kaufen? Er beugt sich zum linken Bildschirm, befragt Holt und lässt sich alle Aktien aus dem Bereich Einzelhandel auflisten, sortiert nach Profitabilität. Tesco steht auf Rang sieben. An der Spitze stehen Wal Mart  Mart und Mass Mart, an dem Wal Mart 50 Prozent hält, wie Annis einwirft. Wal Mart, jenes Unternehmen, das in Deutschland keinen Fuß auf den Boden bekommen hat. "Der deutsche Kunde ist da anders, da ist Aldi nicht zu schlagen."

Unternehmen wie Tesco durchleuchten, das ist ein guter Teil der Arbeit von Aldridge. Mehrere Studien am Tag bringt er vor dem Rechner zu, filtert den Markt nach immer neuen Kriterien, stets auf der Suche nach Ideen. Auch nach Feierabend lässt die Suche ihn nicht los, so ganz anders als in seiner Zeit als Investmentbanker. "Ich habe von 8 bis 1 Uhr morgens an irgendwelchen Präsentationen gearbeitet - so ohne Realitätsbezug. Das gefiel mir irgendwann nicht mehr."

Wie merkt man sich solche Ideen eigentlich - per Schmierzettel? "Ich habe schon fast alles ausprobiert, derzeit schreibe ich mir die Ideen ins Holt-System. Die gucke ich mir dann zehn- bis zwanzigmal im Jahr an." Denn Aktienanlage muss auch immer ins Umfeld passen. "Man kann die Gesamtwirtschaft einfach nicht ignorieren." Denn auch sie beeinflusst das Gesamtgefüge Fondsmanagement. "Man muss eine gewisse Sicht auf die Welt haben, sonst wird es schwierig." Seine Sicht ist eher die eines Optimisten. "Ich habe nie zu denen gehört, die den Zusammenbruch des gesamten Systems befürchteten, habe nie fünf Konten bei fünf verschiedenen Banken gehabt. Es gab ja tatsächlich Leute, die schon Konservendosen gehortet haben." Vorbei sei die Finanzkrise allerdings noch nicht. Das merke man schon an den Bewertungen, lehnt er sich zurück und schaut wieder auf den Bildschirm.

Rot in der Krise

Nur ein paar Schritte von Greg Aldridges Tisch entfernt, dort, wo sich die beiden Striche des L treffen, steht eine weitere der grauen Doppeltischreihen. Es ist das Reich des Tradingdesks. Dort werden die Order der Fondsmanager abgewickelt, unter der Aufsicht von Karen Kwong. "Wir sorgen dafür, dass die Ideen der Fondsmanager umgesetzt werden, sowohl Kauf als auch Verkauf von Wertpapieren". Dazu steht ihr eine ganze Batterie an Bildschirmen zur Verfügung, gleich fünf. "Je mehr, um so wichtiger - sage zumindest ich selbst", flachst sie. "Im Ernst, wir haben eine ganze Reihe von Systemen aufgebaut, damit hier alle verfügbaren Informationen auflaufen." Deswegen die fünf Bildschirme. Einer für Bloomberg, andere für die direkte Anbindung an die Börsen und Brokerhäuser. "Wir können die Order per Telefon bei den Brokern abgeben, sie elektronisch einlaufen lassen, uns direkt an die Börse wenden - je nachdem, wie es am besten passt, man den besten Kurs bekommt oder am schnellsten reagieren kann. Ein bisschen sind Aktienorder wie Kinder für mich, ich möchte sie so gut wie möglich behandeln."

An ihrem Tisch wird im Schichtdienst gearbeitet, ab sechs Uhr morgens ist er besetzt. "Nicht gerade gut für den Teint, aber es ist wichtig. Wir sind auch immer doppelt besetzt, damit nach draußen klar ist, wer der jeweilige Ansprechpartner ist und alles zügig laufen kann."

Am Bloomberg-Terminal blinkt es dezent, "rot steht für Verkäufe, grün für Käufe." In der Krise war das anders. "Alles war rot. Ich konnte da auch nicht mehr auswählen, über welchen Kanal ein Verkauf am besten zu streuen wäre - einfach raus, war die Devise. Beruflich war das, so kurz nach der Lehman-Pleite, meine schlimmste Zeit."

Als reines Exekutivorgan sieht sich Kwong nicht. "Wir sind auch eine Kontrollinstanz. Es ist bezeichnend, wie viele Fehler gemacht werden können. Bei uns natürlich nicht, aber es kommt immer wieder vor, dass Verkauf statt Kauf gedrückt wird. Oder dass ein Fondsmanager Aktien kauft, die er vorher im Verlauf von Monaten verkauft hat. Da ist es dann meine Aufgabe nachzufragen - meinst Du das wirklich so?"

Strenge Kontrollen

Hektisch kann es schon werden, wie in der Krise. Ansonsten ist jede Woche anders, es können 100 Deals pro Woche sein, aber auch viel weniger. "Normalerweise bekommen wir vom Fondsmanager auch eine Vorwarnung und wissen zwei Tage vorher Bescheid, das hilft, das Ganze zu beruhigen. Es hat etwas von Shoppen - ich bekomme vom Fondsmanager den Einkaufszettel. Aber wo ich hingehe, das ist meine Entscheidung." Tauschen möchte sie nicht mit den Fondsmanagern wie Greg, "jeder Tag ist anders."

Auch für Greg Aldridge. Um 4 Uhr Uhr trifft er sich im Meeting-Raum, einem Raum, dessen geschäftsmäßige Strenge nur durch drei goldgerahmte moderne Bilder aufgeweicht wird, mit Ritu Vohora. Sie ist Risikomanagerin. Auf der Visitenkarte liest sich das streng. Wenn sie es sagt, klingt es netter.

"Ich setze mich regelmäßig mit Fondsmanagern wie Greg zusammen und wir diskutieren die Positionen des Fonds. Derzeit habe ich nichts auszusetzen. Aber ich weise, wenn es nötig ist, auch auf bestimmte Risiken hin, zum Beispiel durch Cluster". Cluster sind Klumpen, die beim Fondsmanagement eher zufällig entstehen können, besonders, wenn der Fondsmanager wie Greg "bottom up" arbeitet, also von unten, von den interessanten Aktien ausgeht und nicht von oben, von starken Volkswirtschaften. Es könnten also interessante Aktien im Fonds zusammengekauft werden, die aber alle aus China sind. Und das wäre nicht die Art Risikostreuung, die Investoren nach der Finanzkrise haben wollen. Und wenn so ein Meeting mit entsprechendem Hinweis nichts fruchtet? Sie lächelt. "Dann folgt das nächste Meeting im offizielleren Rahmen. Das wirkt schon."

Zurück an seinem Schreibtisch, spielt Aldridge mit dem Airbus-Modell und denkt laut über seinen Beruf nach. "Eigentlich besteht meine Arbeit aus viel Lesen und viel Kommunikation", sagt er. Mit Analysten wie Michael, Tradern wie Karen oder eben Risikomanagern wie Ritu. Und mit seinem Investment-Spezialisten, Mark Batsford, der sich wie ein guter Geist stets im Hintergrund hält. Er sei zum Beispiel auch für die Kommunikation zuständig, sagt er. Denn seit der Krise würden immer mehr Menschen etwas von Menschen wie Greg Aldridge wissen wollen, Investoren, potentielle Anleger und nicht zuletzt Journalisten. Er kennt das Portfolio bestens und kann seinem Kollegen den Rücken freihalten.

Und was ist nun der Reiz des Berufs als Fondsmanager? Eine weitere Drehung des Flugzeugs: "Einige mögen das Privileg dieses Jobs, andere die Macht", sucht Aldridge seine Worte. "ich empfinde es schon als Privileg, dass die Menschen uns trauen." Fondsmanagement heute, es ist Meilen entfernt von den Bildern eines Gordon Gekko, der Order ins Telefon bellt. Am ehesten ist es wohl mit einem Menschen zu vergleichen, der jeden Tag aufs Neue ein milliardenschweres Mikado-Spiel vor sich hat und durch bedachtes Handeln für sich zu nutzen versucht.

An diesem Montag sollte sich keiner der Stäbe bewegen.

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