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Foto: LUKE MACGREGOR/ Reuters

Patentstreit Apple zahlt Lizenzgebühren an Nokia

Im Patentstreit zwischen Nokia und Apple haben sich die Finnen durchgesetzt. Der finnische Handyhersteller erhält von Apple künftig Lizenzgebühren für die Nutzung zahlreicher Technologien sowie eine Einmalzahlung. Für Nokia, dessen Marktanteile seit Einführung des iPhone dramatisch schrumpfen, ist es ein wichtiger Etappensieg.

Helsinki - Es ist seit Monaten die erste gute Nachricht für Nokia: Der finnische Handy-Hersteller bekommt vom US-Konkurrenten Apple künftig Lizenzgebühren für die Nutzung zahlreicher Technologien und zudem eine Einmalzahlung, wie Nokia am Dienstag in Helsinki mitteilte. Die beiden Unternehmen legten nach jahrelangen Auseinandersetzungen ihre Patentstreitigkeiten bei.

Nokia hatte insgesamt 46 Klagen gegen Apple wegen Patentverletzung eingereicht, Apple hatte fast in jedem Fall mit einer Gegenklage gekontert. Nun vereinbarten die beiden Unternehmen, alle Klagen bei der US-Kommission für Internationalen Handel (ISITC) zurückzuziehen.

"Wir sind glücklich, dass Apple die wachsende Zahl derer verstärkt, die Technologien von Nokia  nutzen", erklärte Nokia-Chef Steven Elop. Das zeige, wie wertvoll die Patente von Nokia seien.

Die Einigung werde eine "positive Wirkung" auf die Bilanz des zweiten Quartals haben, erklärte Nokia. Nach Einschätzung von Analyst Sami Sarkanies von der Nordea Bank wird die Einmalzahlung von Apple "mehrere hundert Millionen Euro" betragen, da Apple  bislang keinerlei Lizenzgebühren für all seine verkauften iPhones gezahlt hatte.

Nokias Stellung in weiteren Rechtsstreitigkeiten gestärkt

Zudem entrichtet Apple laut Nokia für die Dauer der Einigung Lizenzgebühren an Nokia. Diese werden aber nach Einschätzung von Analyst Sarkanies eher gering ausfallen und in der Bilanz nicht weiter auffallen. Die Patenteinigung mit Apple werde zudem Nokias Stellung in ähnlichen Streitigkeiten mit anderen Konkurrenten stärken.

Für Nokia ist die Einigung ein wichtiger Sieg. Der Konzern hatte erst vor zwei Wochen seinen Ausblick für das zweite Quartal nach unten korrigiert. Der Kurs sackte auf den tiefsten Stand seit Anfang 1998 ab.

Dem Noch-Weltmarktführer macht vor allem die starke Konkurrenz im Bereich der Smartphones stark zu schaffen. Deren Siegeszug begann mit dem iPhone von Apple.

la/afp

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