Corel/Inprise Fusion geplatzt

Die geplante Fusion der Softwarehersteller ist geplatzt. Einem Pressebericht zufolge droht Corel nun die Zahlungsunfähigkeit.

Ottawa - Die Softwarhersteller Corel und Inprise, früher Borland, haben ihre Fusion abgesagt. Die Unternehmen begründeten den Abbruch der Verhandlungen mit unfairen Bedingungen für die Inprise-Aktionäre, berichtet die Finanzagentur Bloomberg.

Der Zusammenschluss sollte ursprünglich einen Wert von mehr als einer Milliarde Dollar (rund 2,3 Milliarden Mark) haben. Der Abbruch der Verhandlungen sei in beiderseitigem Einverständnis erfolgt, hieß es. Keine der Firmen müsse Strafgebühren zahlen.

Nach Angaben von Bloomberg droht der kanadischen Corel, die unter anderem das Büro-Paket WordPerfect und das Grafikprogramm CorelDraw herstellt, nun aber die Zahlungsunfähigkeit.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Unternehmen die Börsenaufsicht in New York informiert, dass Liquiditäts-Engpässe innerhalb von 90 Tagen drohen könnten, wenn der Zusammenschluss nicht vollzogen und keine neue Geldquelle gefunden wird. Corel will seine Kostenstruktur erheblich umbauen, um rund 40 Millionen Dollar pro Jahr sparen zu können, hieß es.

Corel wollte ursprünglich 0,747 eigene Aktien für jede Inprise/Borland-Aktie tauschen.