Comdirect Rekordquartal - 28,1 Millionen Aktien kommen

Der Online-Broker wird 28,1 Millionen Aktien und damit 20 Prozent seines Grundkapitals an die Börse bringen. Kurz vor dem Start am Neuen Markt konnte Vorstands-Chef Bernt Weber Rekordzahlen für das abgelaufene Quartal vermelden.

Frankfurt am Main - Die Commerzbank bleibt mit 58,65 Prozent der Anteile Mehrheitsaktionär ihres Ablegers Comdirect, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Ein weiteres großes Paket wird mit 21,35 Prozent die Telekom-Tochter T-Online halten, mit der Comdirect eine Kooperation vereinbart hat.

Die Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von einem Euro stammen den Angaben zufolge überwiegend aus einer Kapitalerhöhung sowie zu einem geringeren Teil aus den Beständen der Commerzbank. Von den 28,1 Millionen Aktien sind 2,1 Millionen als Reserve bei guter Nachfrage (Greenshoe) reserviert.

Nach einem Bericht der "Börsenzeitung" vom vergangenen Freitag soll die Preisfindungsspanne 25 bis 32 Euro betragen. Hierzu äußerte sich Comdirect bislang ebensowenig wie zu den Zeichnungsoptionen und den Konsortialbanken. Bestätigt ist lediglich, dass die Zeichnungsfrist vom 23. Mai bis zum 2. Juni dauern soll und die erste Notierung am Neuen Markt für den 5. Juni vorgesehen ist.

Am Dienstag veröffentlichte Comdirect Rekordzahlen für das erste Quartal 2000. Danach erhöhte sich die Zahl der Kunden auf 390.000 von 110.000 im Vorjahr. Da die Kunden ihre Aktivitäten verstärkten, wuchsen die Wertpapierumsätze gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres um 266 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro.

Das Ergebnis vor Steuern habe sich im ersten Quartal 2000 um 1900 Prozent auf 14,0 (0,7) Millionen Euro erhöht. Der Provisionsüberschuss habe um 269 Prozent auf 53,9 Millionen Euro zugelegt. Beim Zinsüberschuss wurde ein Zuwachs von 107 Prozent auf 8,9 Millionen Euro genannt. Die Zahl der Beschäftigten stieg auf 1090. Allein im ersten Quartal stellte der Online-Broker 347 neue Mitarbeiter ein.