Edelmetall Preise für Gold und Kupfer klettern weiter

Angesichts der Unsicherheit über die Entwicklung der Schuldenkrise in der Euro-Zone haben viele Anleger am Mittwoch erneut auf Gold gesetzt - trotz des aktuellen Euro-Rekordpreises von knapp 1090 Euro je Unze. Auch der Kupferpreis zieht wieder an.
Kupferguss bei Aurubis in Hamburg: Die Preise für das Industriemetall ziehen nach dem jüngsten Kursrutsch wieder an. Der Goldpreis notiert unterdessen in Euro auf Rekordniveau

Kupferguss bei Aurubis in Hamburg: Die Preise für das Industriemetall ziehen nach dem jüngsten Kursrutsch wieder an. Der Goldpreis notiert unterdessen in Euro auf Rekordniveau

Foto: Maurizio Gambarini/ picture alliance / dpa

"Die anhaltende Debatte um eine Umschuldung Griechenlands lässt Anleger verstärkt Zuflucht bei Gold suchen", stellten die Analysten der Commerzbank fest. Dies spiegele sich auch in einer starken Nachfrage von ETF-Anlegern wider. So habe der SPDR Gold Trust am Vortag erneut Zuflüsse im Wert von 5 Tonnen Gold verzeichnet.

"Innerhalb von drei Handelstagen sind die Bestände des weltgrößten Gold-ETF somit um 23 Tonnen gestiegen", rechneten die Commerzbank-Analysten weiter aus. Das Edelmetall verteuerte sich um 0,2 Prozent auf 1528,40 Dollar. In Euro gerechnet erreichte der Preis für die Feinunze mit 1087 Euro zeitweise erneut ein Rekordhoch.

Silber-ETFs verzeichneten dagegen weiter Abflüsse. "Wir halten die Aussichten für Silber wegen der fundamentalen Überbewertung der starken Abhängigkeit vom Interesse der Anleger für weniger positiv", erklärte die Credit Suisse. Dennoch stieg der Silberpreis um 1,8 Prozent auf 37,19 Dollar.

Ölpreis nach US-Daten etwas schwächer

Mit dem relativ stabilen Euro erholte sich derweil der Kupferpreis weiter. Für eine Tonne zur Lieferung in drei Monaten mussten mit 9005 Dollar 1,6 Prozent mehr bezahlt werden als am Vortag. Händler in London machten zudem technische Unterstützungsfaktoren aus. Die Preise für Zink zogen um 2 Prozent, die für Aluminium um 1,7 Prozent an.

Die Ölpreise bewegten sich dagegen kaum: Ein Fass Nordseeöl der Sorte Brent kostete mit 112,46 Dollar etwa so viel wie am Vorabend, WTI verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 99,21 Dollar. Dem American Petroleum Institute (API) zufolge gingen die Bestände in der Woche zum 20. Mai nur um 860.000 Barrel zurück. Analysten hatten mit einem Rückgang um 1,3 Millionen Barrel gerechnet.

Demgegenüber schwoll der Benzin-Vorrat aber um 2,4 Millionen Fässer deutlich stärker als prognostiziert an. Sollten die amtlichen Daten des Energieministeriums (EIA) die Tendenz bestätigen, könnte es mit den Preisen wieder deutlicher nach unten gehen, sagte ein Händler.

la/reuters
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