Henkel Wella wäre "große Verstärkung"

Der neue Firmen-Chef Ulrich Lehner ist trotz bisheriger Dementis am Kosmetikunternehmen Wella interessiert. Dem Düsseldorfer Konzern selbst steht Lehner zufolge ein Abbau und die Verlagerung von Arbeitsplätzen bevor.

Düsseldorf - Wella sei in der Kosmetik im Weltmaßstab zu klein angesichts des derzeitigen Konsolidierungsprozesses. Ein Zusammengehen mit Wella sei da eine interessante Variante, sagte Henkel in einem Interview mit der "Wirtschaftswoche".

In Asien sei Wella für Henkel eine große Verstärkung. "Auch in USA und Europa würden beide zusammenpassen: Sowohl Wella als auch Henkel setzen auf Haarkosmetik und -pflege", sagte Lehner. Derzeit gebe es keine Verhandlungen, allerdings seien nach Informationen des Blatts schon mehrfach Gespräche geführt worden.

Auch ein Arbeitsplatzabbau stehe bei Henkel an. Nach Einschätzung von Lehner müsse etwa die Forschung nicht notwendigerweise nur in Düsseldorf angesiedelt werden. "Verwaltungsaufgaben könnten auch von Irland und Barcelona aus erledigt werden," sagte der Henkel-Chef. Falls es dazu komme, würde ein Stellenabbau sozialverträglich gestaltet.